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Trainingslager auf Teneriffa von A-Z! Inkl. 4 GPX Downloads!

by Daniel

Heute geht es um das Trainingslager auf Teneriffa mit dem Rennrad!

Fragestellungen dabei:

  • Wie sehr lohnt sich ein Trainingslager auf Teneriffa?
  • Macht es nur für bergfeste Radsportler Sinn?
  • Tipps für dein Mietrad – welcher Anbieter (im Südwesten)?
  • Welche Touren sind unbedingt zu empfehlen?

Für viele Radsportler gibt es – so mein Eindruck – neben Festland Spanien (Calpe, Costa Blanca etc.) grundsätzlich noch zwei Haupt-Destinationen im Winter/Frühjahr:

Auf der einen Seite natürlich der Klassiker Mallorca oder eben die Kanaren. Und hierbei v.a. Teneriffa oder Gran Canaria. Lanzarote ist gefühlt eher bei Triathleten ein Thema.

Sicherlich ist das Wetter auf den Kanaren um ein Vielfaches stabiler als auf Mallorca, aber was spricht sonst noch für Teneriffa?

Dieser Frage geht unsere Bianca in diesem sehr umfangreichen Blog nach. ihr Standort auf der Insel war Costa Adeje!

Um Gran Canaria kümmern wir uns dann in einem späteren Blogpost!

Viel Spaß beim Lesen :-)


Vulkanlandschaften, eindrucksvolle Schluchten, atemberaubende Bergwelten, schroffe Felsen, schwarzer Sandstrand, einsame Straßen, guter Asphalt, rücksichtsvolle Autofahrer, sehr viele Höhenmeter und leckerer Café con leche. 

Teneriffa Trainingslager
Der Endboss auf Teneriffa: El Teide (3715m)

Teneriffa: Tipps für dein Rennrad-Trainingslager!  

Von Bianca Somavilla (@bianca_tirol)

In diesem Artikel möchten wir euch Teneriffa als idealen ganzjährigen Trainingsspot vorstellen: 

  1. Klima auf Teneriffa 
  2. Unser Ausgangspunkt 
  3. Mietrad auf Teneriffa 
  4. 4 Tourenvorschläge
  5. Persönliches Fazit 

Das Klima auf Teneriffa ☀️

Teneriffa ist die größte der sieben Kanarischen Inseln und ein sehr beliebtes ganzjähriges Urlaubsziel.

Der Grund dafür sind die milden Temperaturen in den Wintermonaten, die einen Rennradurlaub zu jeder Jahreszeit möglich machen.

So sagt man, auf der Insel „des ewigen Frühlings“ ist immer Saison.

Ewiger Frühling

Das Klima war einer der Hauptgründe für die Entscheidung unser Trainingslager Ende März bis Anfang April hier zu verbringen. 

Wir starten von München nach Teneriffa.

Zahlreiche Direktflüge machen die Anreise sehr unkompliziert.

Die Flugdauer beträgt rund fünf Stunden.

Flugdauer ca. 5h (von München)

Vom Flughafen in die gebuchte Unterkunft kommt man entweder mit einem Shuttle, welcher bei uns im Pauschalangebot inkludiert ist, oder mit einem Mietauto. 

Wir haben uns für ein Flug-Hotel-Angebot über ein heimisches Reisebüro entschieden. 

Gründe dafür waren: 

  • direkter, persönlicher Kontakt und Buchung über einem Reisebüro in unserer Heimat 
  • Unterstützung und Sicherheit bei potenzieller Verschiebung oder Stornierung aufgrund von Covid über das Reisebüro und unsere Reiseversicherung 
  • all unsere Wünsche und Anforderungen für ein familientaugliches Trainingslager konnten erfüllt werden 

Alternativ gibt es auf Teneriffa auch Fincas, Appartements, Airbnbs, so dass für jeden Anspruch etwas Passendes gefunden werden kann. 

Teneriffa ist mit knapp einer Million Einwohner eine sehr stark besiedelte Insel. Zum Rennradfahren gibt es daher viele verschiedene Ausgangspunkte und etliche gut asphaltierte Straßen.

Aufgrund des Klimas ist tendenziell der Süden etwas wärmer als der Norden der Insel. 


Unser Ausgangspunkt: Costa Adeje

Wir haben uns für einen Ort im Südwesten direkt am Meer mit schwarzem Sandstrand entschieden.

Hier wimmelt es zwar von Touristen, dafür sind die Lage am Meer, das kinderfreundliche Hotel mit Halbpension sowie Cafés und Restaurants in unmittelbarer Umgebung sehr praktisch für uns.

Tipp: Tierra Café!

Ein Restauranttipp direkt an der Küste bei Costa Adeje und gleichzeitig mein Lieblingsrestaurant auf Teneriffa ist das Tierra Café (siehe Link)

Es werden vegane und vegetarische Speisen, Bowls, Smooties und sehr guter Kaffee angeboten.


Eigenes Rennrad oder Mietrad?

Wir hatten uns dazu entschlossen unsere eigenen Rennräder mitzunehmen. Räder können aber natürlich auch auf Teneriffa an vielen Orten ausgeliehen werden. 

Bikepoint (Las Americas)

Einen Rennradverleih bietet Bikepoint Teneriffa in Las Americas mit Foucs, BMC, Cervélo ab einem Preis von 20 Euro pro Tag an.

Webseite: https://bikepointtenerife.com/bike-hire-in-tenerife/road-bike-rentals

Free Motion (Los Cristianos & Costa Adeje)

Free Motion Teneriffa in Los Cristianos und Costa Adeje verfügen über Cannondale und Specialized ab einem Preis von 21 Euro pro Tag.

Webseite: https://www.free-motion.com/tenerife/


Rennrad Touren Teneriffa
Traumhafte Szenerie

Rennrad fahren auf Teneriffa ist fantastisch!!!

Die Insel bietet ein wunderbares Naturschauspiel, vom Strand, über grüne Wälder, bis zu bizarren Lavasteinformationen, welche einer Mondlandschaft gleichen.

Es gibt ständig so viel zu sehen und zu entdecken, so dass alle gefahrenen Kilometer und Höhenmeter rasend schnell vergehen. 

Besonders auffallend sind die sehr rücksichtsvollen Autofahrer.

Sehr angenehm: Rücksichtsvolle Autofahrer

Großteils wird mit sehr viel Abstand und angepasstem Tempo überholt. Manche Straßen sind sogar als Fahrradroute gekennzeichnet und Autofahrer werden darauf hingewiesen, dass sie mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern überholen müssen. 

Der Asphalt auf unseren Strecken war immer perfekt. Die Straßen in Küstennähe sind etwas stärker befahren, einige Bergstraßen dafür kaum. 

Starkes Temperaturgefälle in den Bergen

Sehr spannend war vor allem das Wetter während unserem Aufenthalt auf der Insel. Als wir Richtung Berge gefahren sind, gab es einige Tage, an denen dort die Wolken hingen.

Sobald man durch den Nebel und die Wolken fuhr, ist die Temperatur sehr stark abgesunken.

Von knapp 30 Grad auf 8 Grad runter

Manchmal sind wir bei fast 30 Grad an der Küste gestartet und etwas später durch eine Wolkenschicht auf einer Höhe von 1.500 Metern gefahren, in der es nur noch knappe acht Grad Celsius hatte.

Sobald die Wolken durchdrungen waren, hatte es wieder blauen Himmel und Sonnenschein und über 20 Grad auf einer Höhe von 2.300 Metern.

Skurril! 

Trainingslager auf Teneriffa

El Teide – der höchste Berg auf Teneriffa

Höhenmeter sammelt man auf Teneriffa so einige.

Der höchste Berg, El Teide, ein ruhender Vulkan und gleichzeitig höchster Berg Spaniens kann bis auf 2.300 Meter von mehreren Himmelsrichtungen per Rennrad befahren werden.

So sind Ausfahrten mit einigen Tausend Höhenmeter keine Seltenheit.

Wer nur Grundlage fahren möchte, ist auf Teneriffa falsch!

Wer gemütlich seine ersten Kilometer im Grundlagentempo sammeln möchte, der ist auf Teneriffa definitiv falsch. Hier ist Bergtraining angesagt.

Daher begegnet man auch ständig Profis, die hier ihr Höhentrainingslager verbringen. 

Wir haben unsere vier schönsten Touren für euch zusammengefasst. Ausgangspunkt ist jeweils Costa Adeje im Südwesten der Insel. 


4 Touren-Tipps mit dem Rennrad 

Tour 1

Von Costa Adeje nach Vilaflor 

Beschreibung:

Unsere Tour startet in Costa Adeje, einem quirligen und touristischen Ort direkt an der Küste im Südwesten von Teneriffa. Von hier aus geht es erstmal ungefähr zwanzig Minuten auf recht stark befahrenen Straßen in Richtung Süden und weiter ins Landesinnere.

Trotz des vielen Verkehrs ist es sehr angenehm mit dem Rennrad unterwegs zu sein. Der Großteil der Autofahrer überholt sehr gewissenhaft, mit angepasster Geschwindigkeit und einem guten Sicherheitsabstand.

Schon bald wird der Verkehr weniger, doch der Straßenbelag bleibt perfekt.

Wir fahren konstant bergauf, bei einer wunderschönen Kulisse und spektakulärer Aussicht. Es gibt mehrere Straßen um zu unserem Wendepunkt, dem Ort Vilaflor zu gelangen. Wir haben uns für diesen Anstieg den Weg über La Escalona ausgesucht.

Zwischen El Roque und La Escalona erwartet uns eine perfekte, neu asphaltierte und wenig befahrene Straße. Von dort aus geht es weitere sieben Kilometer stets bergauf bis zum Ort Vilaflor auf einer Höhe von 1.400 Meter.

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In einem der netten kleinen Cafés genießen wir einen Café con leche (Milchkaffe in Spanien) bevor es wieder 1.400 Höhenmeter am Stück (!!) bergab geht. Dabei genießen wir die herrliche Aussicht auf den Ozean.


Tour 2

Buenavista del Norte und Masca 

Beschreibung:

Ein Klassiker auf Teneriffa ist die Fahrt in den Nordwesten der Insel nach Buenavista del Norte und Masca.

Wir starten unsere Tour in Costa Adeje und fahren zunächst die Küstenstraße entlang in Richtung Norden. Es geht ständig bergauf und bergab bevor nach 25 Kilometern der erste längere durchgängige Anstieg bis nach Santiago del Teide folgt.

Ab hier startet unsere Runde nach Buenavista del Norte und Masca. Zunächst geht es nochmal 150 Höhenmeter bergauf bevor eine traumhafte und spektakuläre Abfahrt, mit vielen Serpentinen und herrlicher Fernsicht bis nach Las Cruces an der Küste folgt.

Wer die Abfahrt über den Ort La Vega wählt, durchquert ein paar sehr schöne kleine Örtchen, mit Häusern mitten in die Steilküste gebaut. Gleichzeitig erwartet uns ein kurzer Gegenanstieg mit ca. 200 Höhenmeter.

Von dort aus geht es relativ flach bis nach Buenavista del Norte, wo unser nächster langer Anstieg auf uns wartet. Es geht in Richtung Masca bei einer traumhaften Kulisse.

Es stehen uns noch einige Höhenmeter bevor. Doch nicht nur die steilen Anstiege, sondern auch die schöne Umgebung und spektakuläre Aussicht rauben uns den Atem. 

Etwas Energie sollte man auf jeden Fall ab dem Ort Masca zur Verfügung haben. Es folgt nämlich ein extrem steiler Anstieg von 450 Höhenmetern.

Oben angekommen, folgt eine kurze Abfahrt bis Santiago del Teide wo wir für einen Kaffee-und-Kuchen-Stopp kurz anhalten.

Über 3.100 Höhenmeter liegen schon hinter uns. Ein kurzer Anstieg steht noch an, bevor es ständig bergab bis zu unserem Ausgangspunkt in Costa Adeje rollt. 


Tour 3

Corona Forest und Nationalpark El Teide 

Beschreibung:

Bei dieser Tour geht es 2.370 Höhenmeter am Stück bergauf.

Fantastisch!

Wir starten in Cota Adeje und fahren Richtung Süden. Die Straße ist gut, jedoch herrscht reger Verkehr.

Gleich nach dem Örtchen Chio biegen wir ab auf die Straße, die zum Nationalpark El Teide führt. Am Beginn der Straße weist ein riesiges Schild darauf hin, dass diese Straße für Radfahrer ist und Autofahrer einen Mindestabstand von 1,5 Metern halten müssen.

Ich bin begeistert.

Und das Schild erfüllt auch seinen Zweck, denn die meisten Autofahrer halten sich an diese Regeln.

Die Straße führt nun durch verschiedene Vegetationsschichten durch den Corona Forst bis zum Nationalpark El Teide.

Oben angekommen, fühlt man sich wie am Mond, umringt von schwarzem Lavagestein und toller Aussicht auf Spaniens höchsten Berg, El Teide.

Nach einer kurzen flachen, leicht abfallenden Passage folgen weitere 150 Höhenmeter bergauf, bevor es über den Ort Vilaflor 2.300 Höhenmeter durchgängig bergab geht. Eine Traumtour! 


Tour 4

Hinauf zum El Teide 

Beschreibung: 

Ein absolutes Muss ist eine Auffahrt zum El Teide, ein ruhender Vulkan und gleichzeitig der höchste Berg Spaniens.

Die asphaltierte Straße führt bis zur Talstation der Gondelbahn, mit welcher man noch bis zum Gipfel des Berges fahren könnte.

Ein besonderes Merkmal an der Auffahrt zum El Teide ist, dass es von der Küste an ständig bergauf geht. Höhenmeter werden hier anständig gesammelt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten und Wege aus allen Himmelsrichtungen zum El Teide. Aufgrund unseres Ausgangspunktes in Costa Adeje fahren wir über den Ort Granadilla de Abona und Vilaflor bis zum El Teide.

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Die Straße zwischen Grenadilla de Abona und Vilaflor ist wunderschön mit sehr wenig Verkehr. Ab Vilaflor sind einige Touristen unterwegs, die zum El Teide mit dem Auto fahren.

Auf 2.200 Höhenmeter angekommen, befindet man sich auf einem Hochplateau am Fuße des Vulkans. Hier ist die Landschaft geprägt durch karges Lavagestein und spannende Felsformationen.

Nach 15 Kilometer Abfahrt und leichtem Aufstieg erreichen wir die Talstation der Gondelbahn. Hier könnte man die Straße entweder weiterfahren und eine sehr lange Runde aus der Ausfahrt machen.

Wir entschließen uns umzudrehen und bis Vilaflor denselben Rückweg zu nehmen, bevor es über die Orte La Escalona und Arona zurück nach Costa Adeje geht. 


Viel Grün auf der Insel

Teneriffa: Unser Fazit 

Teneriffa ist ein großartiges Ganzjahresziel für Reisen mit dem Rennrad.

Landschaftlich ist die Insel absolut spektakulär. Grundsätzlich sollte man jedoch eine gute Form mitbringen, da die Topografie sehr bergig ist.

Gemütliche, stundenlange Ausfahrten im Grundlagenbereich in der Ebene findet man hier nur sehr, sehr schwer. Wer unterschiedliche Teile der Insel erkunden möchte, für den lohnt sich auf alle Fälle ein Mietauto.

Damit kann man den Ausgangspunkt variieren und hat noch mehr Möglichkeiten für schöne, unterschiedliche Ausfahrten.

Teneriffa ist eine sehr touristische Insel. Gleichzeitig findet man jedoch auch sehr ruhige Orte und einsame Straßen. Alles in allem für uns ein top Reiseziel mit dem Rennrad.

Wir kommen bestimmt wieder. 

Fotos: privat


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