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Bikecamp Mallorca: Das Fazit nach 4 Wochen!

by Daniel

Ganz ehrlich, so ein bisschen bin ich immer noch überwältigt!

Nach 5 Wochen Mallorca bin ich nun die ersten Tage wieder in Deutschland und ziehe mit dem heutigen Blog mal ein Fazit.

  • wie war der Standort in Alcudia?
  • wie war das Hotel & das Essen?
  • was ist cooler: Süden oder Norden?
  • wie steigt die Form nach 4 Wochen Trainingslager?

Denn eins steht fest, das hat definitiv richtig Bock gemacht und natürlich für einen ordentlichen Formanstieg gesorgt.

Mittlerweile habe ich bei den für mich „magischen“ 200w wieder einen Puls von ca. 120-130 HF.

Das war vor dem Camp – natürlich v.a. covidbedingt im Januar – noch ein ganz anderer Schnack.

Meine geistige Reinwaschung der letzten 5 Wochen (4 Wochen Bikecamp in Alcudia + 1 Woche mit der Familie im Südwesten).

Bikecamp Mallorca Fazit

Aufarbeitung des SpeedVille Bikecamps 22

Von Daniel (@speedvilleblog)

Ich unterteile das Fazit in die folgenden Bereiche:

  • der Standort Alcudia im Norden
  • das Hotel Alcudia Garden
  • die (Highlight) Touren
  • Nutrition von Ministry of Nutrition
  • meine sportl. Entwicklung (TSS und so einen Kram )
  • meine Gewichtszunahme nach 4 Wochen leckerem Hotelbüffet

Der Standort Alcudia

Für mich gibt es 2 interessante Regionen auf Mallorca:

Einmal der Südwesten links von Palma oder der Norden um Alcudia/Pollenca.

Rechts von Palma eher nicht so.

Die Plaja de Palma ist zwar bei Radsportlern + Profiteams wegen der guten Anbindung an Flughafen sehr beliebt; gefällt mir aber persönlich (rein landschaftlich) nicht.

Klar, es gibt sicherlich auch tolle Gegenden in der Inselmitte oder im Osten, aber da bin ich doch typisch „Touri“:

Im „Urlaub“ muss ich Wasser vor der Tür haben. Auch wenn ich zB meinen Fuß nach 4 Wochen Bikecamp erst am letzten Tag an der Playa de Muro ins selbige gehalten hatte.

Weißte Bescheid :-)

Der Osten ist mir persönlich einfach etwas zu weit vom Tramuntana weg. Berge sind bekanntlich das Salz in der Radfahrersuppe.

Alcudia Garden Bikecamp
Regeneration im (kalten) Pool

Schnelle Wege ins Tramuntana von Alcudia

Der Standort Alcudia bietet insofern den Vorteil, dass der Weg ins Tramuntana sehr schnell und auch ziemlich stressfrei vonstatten geht.

Meist über Pollenca ist man innerhalb von 30-40 min. am Anstieg des Femenia (hoch zum Kloster Lluc) oder unten entlang durchs „Maffay-Tal“ dann über den auch sehr schönen Col de Bataille Anstieg ab Caimari.

Beim Bataille wurde die Straße in den letzten Jahren komplett überarbeitet – ein wahres Gedicht :-)

🚵‍♂️ 🚵‍♂️ 🚵‍♂️

** Unser Laurin erwies sich in den 4 Wochen als absoluter Top-Abfahrer (!!!). Bei der Sa Calobra Abfahrt schaffte er die 5. schnellste Abfahrt von ca. 80.000 Abfahrten.
Hier nimmt er dich im Insta Video einmal mit bei der Femenia Abfahrt!! (hier angucken!) ***

Port d’Alcudia nicht besonders schön

Porto d’Alcudia selbst ist nicht die schönste Stadt. Zu viele Hotelbunker dicht an dicht, aber wir sind ja auch hier zum Radfahren – da passt das schon.

Kaffeestopp in Deia
Traumhaftes Deia – perfekter Ort für einen Kaffeestopp

Der Südwesten

Nach den 4 Wochen Bikecamp kam dann meine Familie und ich zog mit ihr unten in ein Ferienhaus bei Magaluf im Südwesten.

Magaluf selbst ist auch überhaupt gaaaar nicht schön (englischer Ballermann), aber per Rennrad lernte ich schnell die Gegend um Santa Ponca, Port d’Andtratx oder etwas weiter nördlich Es Capdella, Calvia oder Puigpunyent kennen – und schätzen.

Süden vs. Norden

Im Vergleich zu Alcudia würde ich den Südwesten wie folgt beschreiben:

  • sehr gute Anbindung ans Tramuntana (ähnlich wie Alcudia)
  • jedoch deutlich dichter besiedelt
  • Nachteil: mehr Verkehr, Ma1 Autobahn vor der Nase (da musst du quasi erstmal dran vorbei/drüber)
  • Vorteil: bessere Anbindung an Palma/Flughafen

Oder um es so zu formulieren:

Würde ich komplett nach Mallorca ziehen, wäre der Südwesten meine Präferenz wegen der besseren/schnelleren Anbindung – für einen Radurlaub wiegen sich beide Regionen auf.

Vielleicht ein kleiner Treue-Bonusvorteil für Alcudia.


Alcudia Garden Essen
Leckeres Essen

Das Hotel Alcudia Garden

Dem Hotel würde ich in Schulnoten eine 2 geben.

Die Zimmer/Appartments und auch das Bad sind schön groß. Es gibt eine kleine Küchenzeile (mit zwei Herdplatten), um die Flaschen nach den Touren zu reinigen.

Wer auf das Hotelessen verzichten mag, kann sich natürlich auch in der Junggesellenküchenzeile sein Spiegelei brutzeln. Musst du aber nicht. Das Essen im Alcudia Garden ist sehr gut.

Aber…

… es ist natürlich auch irgendwo „Hotelessen“. Hashtag für viele Leute gekocht.

Nach 1-2 Wochen sehnte ich mich hier und da schon nach einem guten alten Döner oder Burger mit Pommes.

Trotzdem, für ein Hotelessen war das Essen eine 1-. Sehr vielfältig, für Ausdauersportler alles dabei (Kohlenhydrate, Proteine, Gemüse etc.).

Einzig bei den Müslis könnte man künftig größere Schalen parat haben, so musste man öfter gehen… Mit größeren Schalen wäre es eine 1 gewesen :-)

Bike aufs Zimmer

Das Hotel erlaubt den Gästen, ihre Rennräder mit aufs Zimmer zu nehmen – ihr könnt die dann auf den Balkon stellen bei gutem Wetter oder eben ins Zimmer bzw mit ins Bett nehmen zum kuscheln.

Zwar sehr nett vom Hotel das Bike mit aufs Zimmer zu nehmen, ab Herbst soll dann der Radraum fertiggestellt sein, so dass ihr die Bikes dort auch an den Haken hängen könnt.

Spa Bereich

Ja, das Hotel hat einen sehr kleinen Spabereich, aber ich war in den 4 Wochen leider nicht einmal dort drin. Für ein 3 Sterne Haus würde ich den Bereich als zweckmäßig beschreiben.

In Summe war ich sehr zufrieden mit dem Hotel – insbesondere die Rezeption um Miguel hat sich als sehr kollaborativ erwiesen.

Jederzeit gerne wieder.


SpeedVille Bikecamp Mallorca
Tolles Wetter in den ersten beiden Wochen

Die (Highlight) Touren

Nach 22 Ausfahrten in 5 Wochen bei gesamt 1700 km und über 17.000 hm hier meine persönliche Favoritenliste:

  • Königsetappe im Uhrzeigersinn – unten durchs Maffay-Tal über Selva, Biniamar und Alaro dann Valdemossa hoch und über Soller den Puig Major (14 km am Stück) bergauf und über den Femenia wieder zurück (siehe Strava)
  • San Salvador – durchs wellige Landesinnere zum Klosteranstieg und über Petra wieder zurück (siehe Strava)
  • Cala Sant Vicenç – sehr schöne ruhige Bucht (ohne größeren Tourismus) bei Pollenca. Fuhren wir gerne an flachen Ruhetagen an (siehe Strava)
  • Ermita de Betlem – entlang der Küste über welliges Terrain ein feiner Anstieg. Dann über welliges Profil südlich nach Petra und wieder zurück. Sehr anstrengend, wenn das Tempo über die Wellen hochgehalten wurde (siehe Strava)
  • Sa Calobra – über den Anstieg mit Krawattenknoten muss man nichts mehr sagen – Kategorie: musst du mal gefahren sein! (hier war ich nur als Zuschauer oben mit dabei)

Rückblickend lässt sich interessanterweise nochmal festhalten, dass die welligen Touren deutlich härter waren als die Touren im Gebirge, da im Gebirge jeder sein eigenes Tempo fährt.

Stichwort: Mitgehangen, mitgefangen :-)


Ministry of Nutrition
(Anzeige) Danke für den Support

Ministry of Nutrition

Mittlerweile nennen sie sich MoN Sports, aber nichtsdestotrotz: Der Support von Ministry war wieder sensationell!!!

  • Power Carb
  • Recovery Shakes
  • zahlreiche Riegel

An der Stelle nochmal ein großes Danke an Peter, Robert & Team!

Interessant ist an der Stelle, wie sich mein Ernährungsverhalten auf dem Rennrad über die Jahre verändert hat. Hatte ich früher bei einer 5-6h Tour 3-4 Riegel hinten im Trikot, komme ich jetzt mit 2x Power Carb Flaschen ca. 3-4h OHNE Riegel aus!

Kein Essen vonnöten. Sehr gut.

2 Löffel in jede Flasche und auf geht’s!!


SpeedVille Trikot
Daniel in Hans Meiser Pose in Cala Vicenc

Meine sportl. Entwicklung (Formaufbau etc.)

Das Spannende für mich war natürlich, wie würde der Körper die geballte, kontinuierliche Trainigsladung in den 4 Wochen verkraften? Die 5. Woche mit der Familie im Südwesten sollte dann eine Adaptionswoche sein.

SpeedVille Coaching App
Das Performance Cockpit in unserer NEUEN Coaching-App – Übersicht der TBL Belastung der letzten Wochen

Im Überblick die 4 Wochen (19.2.-19.3.) – „TBL“ ist der Begriff aus unserer App und steht für Trainingsbelastung (äquivalent zu TSS):

  • Woche 1: 558 TBL | 17h
  • Woche 2: 563 TBL | 14,5h
  • Woche 3: 689 TBL | 17h
  • Woche 4: 546 TBL | 13,5h

In Summe etwas über 2300 TBL und über 61 Stunden Fahrzeit.

Für den Aufbau der Grundlage war das natürlich eine sehr gute Sache, hätte ich nicht im Jan. die Covidinfektion gehabt, dann hätte ich natürlich am Anfang einen anderen Ansatz gehabt.

Tissot Bergkönig/in
(Anzeige) In Kooperation mit Tissot prämierten wir in jeder Woche den/die Tissot Bergkönig/in. Als Preis gab es ein hochwertiges Tissot Trikotset von Santini.

Die ersten beiden Wochen langsamer Aufbau

So musste ich in den ersten 2 Wochen erstmal langsam reinkommen. In der 3. und 4. Woche wurden dann die ersten intensiveren Reize gesetzt – ein paar Beispiele:

  • erster „längerer“ SST Test für knapp 12 min. am San Salvador (3.3. siehe Strava)
  • Königsetappe am 15.3. mit dem halben Tag vorne im Wind (siehe Strava)
    • Valdemossa Anstieg; hatte mich verleiten lassen und bin viel zu hart gefahren
    • Soller Anstieg > Puig Major (bis Tunnel) in knapp 54 min. – zum Vergleich mein PB in 16 liegt bei 47:29 min.
  • PB am Femenia Anstieg mit 311w (23:41 min.) am letzten Tag (18.3., siehe Strava)

Mit Hinblick auf mein erstes Rennen in 2022, dem Radklassiker Eschborn – Frankfurt, war das sicherlich die bestmögliche Vorbereitung.

Erstes Rennen: Eschborn – Frankfurt am 1.5.

Nach der Adaptionswoche sieht man jetzt schon in der aktuellen Woche, dass das Watt/HF Verhältnis nochmal einen ordentlichen Sprung gemacht hat.

Heute zB absolvierte ich eine meiner besten Fahrten (siehe Strava) der letzten 6-9 Monate:

  • 2:17h Dauer
  • ø 218w (237 NP)
  • 138HF

Solch ein gutes Verhältnis hatte ich schon länger nicht mehr – das macht Mut, dass es dann am 1.5. mit meiner Zielzeit von max. 2:50 Stunden klappen könnte.

Athletic Greens Regeneration
(Anzeige) Daniel’s Tool zum Regenerieren: Athletic Greens

Zielzeit beim Radklassiker: max. 2:50h

Zum Vergleich:

Im letzten Jahr brauchte ich noch 3:01 Stunden für die lange Strecke, hatte aber sehr wenig Training in den Beinen (siehe Rennbericht).

Die letzte Baustelle ist aktuell noch das Gewicht, das liegt zzt. bei 84-85 kg – damit habe ich 1,5-2 kg auf Mallorca draufgelegt :-)

Wie gesagt, das Essen war ne glatte 1 :-)

Für Eschborn hätte ich dann gerne 82-83 kg auf der Waage. Noch ist ein Monat Zeit, das könnte klappen. Das Ganze aber OHNE Diät.. Kein Hungern, kein Kasteien.

Nur keine unnötige Süßigkeiten.

Richtig ernähren im Radsport
75 Rezepte für Radsportler
Ernährungsplan Robert Gorgos
30 Tage Challenge

Ich ernähre mich hierfür angepasst an das Training (siehe unsere Anleitung „30 Tage Challenge“ und die „75 Rezepte für Radsportler„)..

Ich hoffe wir sehen uns am 1.5. in Eschborn?

Herzlichst,
Daniel


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