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Bericht von der Deutschland Tour: 150 harte Kilometer durch die Fränkische Schweiz!

by Daniel

[Anzeige] Erstmal ein riesiges DANKESCHÖN an euch alle! 

Deutlich über 1.000€ kamen bei unserer Spendenaktion von Plan International für hilfsbedürftige Kinder in Tansania und der Flut in Westdeutschland zusammen. 

Im Rahmen der Deutschland Tour gingen unser Coach Ralf Kaiser und ich dann am So., 29.8. bei der identischen Etappe wie die Profis später auf die Strecke. 

Von Erlangen durch die Fränkische Schweiz nach Nürnberg.

Danke auch nochmal an unseren Partner Tissot für „das Möglich machen“!!!

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Da ich mich aktuell noch im Wiedereinstieg des Trainings (mit unserer neuen App (Beta)) befinde, merkte ich zwar schon einen deutlichen Sprung zu den Bikecamps in der Eifel

Trotzdem – das Terrain hier war nicht ohne, Freunde: 

Heftige Rampen, nasse Abfahrten – ca. 150 km Intervalltraining hoch und runter. 

Auf einen Blick: 

  • 149 km
  • 1900 hm 
  • NP: 202w
  • ø HF: 143
  • ø 26,6 km/h
  • Fahrtzeit: 5:35 Stunden

Schau mal in dieses kurzweilig geschnittene Video (4 min.) rein, hier habe ich die Fahrt per DJI Action Cam aufgenommen…

Video (4 min.) von unserer Ride durch die Fränkische Schweiz!

Von Ralf Kaiser

Wenn das Blut zu kochen beginnt und die Leidenschaft wieder aufflammt.

Endlich wieder Radsport in Deutschland!

Der Profiradsport flog vier Tage durch Deutschland. Dabei streifte die Deutschland Tour auch meine Heimat. 

Im Nachbarort wurde eine Sprintwertung abgenommen und nur 40km entfernt in Erlangen fand die Zielankunft der 3. – und der Start der 4. und damit Abschlussetappe der diesjährigen Deutschland Tour – statt 

Allein am Samstag – vor unserer Ride – dem Feld zuzuschauen, hat den Puls in die Höhe getrieben und eine gewisse Anspannung ausgelöst.

Daniel und ich haben an der Challenge von Plan International teilgenommen, um Spenden für hilfebedürftige Kinder zu sammeln. 

1500€ an Spenden wurden gesammelt – DANKE!

Allein durch die SpeedVille Community kamen in Summe 1.500€ zusammen, insgesamt sammelte die Aktion fast 30.000€ ein. 

Was für ein Erfolg. Danke noch mal an jeden einzelnen von Euch!

Das hieß für Daniel und mich natürlich auch einiges an körperlicher Arbeit im Gegenzug zu investieren – ihr sollt ja auch euren Spaß haben :-)  

Wir waren auch bei der Deutschland Tour in 2019 in Erfurt – schau mal hier rein

Identische Etappe wie die Profis

Ziel: die selbe Strecke der Profis der 4. Etappe mit einem 28er Schnitt zu absolvieren. 

150km mit vielen kleinen schmerzhaften Anstiegen und damit insgesamt knapp 2000hm. 

Hier steht die Fränkische Schweiz der Eifel in nichts nach. 

Wir beide mit einem mehr oder weniger durchwachsenen Saisonverlauf, der eine (Müller) mit Zwicken im Knie, der andere (Kaiser) nahezu ohne Training in den letzten vier Wochen…. 

Mit entsprechendem Respekt sind wir an die Sache rangegangen. 

Mit insgesamt 12 Leuten, inklusive zweier Guides ging es in Erlangen, zunächst flach in Richtung fränkische Schweiz los. 

Steigungen bis über 20%

War der erste kleine Hügel noch zum warm fahren, wies der anschließende Streitberg fordernde 24% Steigung über 741m auf und bildete damit das steilste Stück der ganzen Strecke.  

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Danach waren wir warm. 

Oben wurde auf die etwas Schwächeren gewartet. Das Teilnehmerfeld war jedoch in Summe sehr homogen, weswegen nie jemand auszukühlen drohte. 

In den Anstiegen konnte jeder sein Tempo fahren, in den flachen Stücken wurde ordentlich gedrückt. 

Jeder durfte mal in die Führung. 

Es folgten insgesamt 4 weitere Ansteige – teilweise mit bis zu 18% Steigung, selten unter 10%. So addierten sich die Höhenmeter recht flott bis zu einer kleinen Mittagspause bei Teilchen und Kaffee. 

Schnelle 60 km zurück nach Nürnberg

Die letzten 60km teilten sich auf in eine hügelige und eine flache und schnell Hälfte. Das Wetter hielt (wider Erwarten und Apps) und die Stimmung stieg weiter als wir auf die abgesperrten Strecken der Jedermänner einbogen. 

Von dort an sollten uns Anfeuerungsrufe, Kuhglocken und glänzende Kinderaugen begleiten. Das sind diese Momente, die ich bei solchen Events besonders mag und die mir regelmäßig eine Gänsehaut bereiten.

Einfahrt in Nürnberg, alle Gut gelaunt und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass alle noch mal so richtig Gas geben wollte. 

Deutschland Tour Ride
In der Mitte unser Athlet im Coaching Pascal Höhn – da könnte in 2022 noch einiges gehen :-) Er war bereits in der Top 10 beim Highlander. Sehr guter Job von Coach Ralf Kaiser (re.)

Kurz vorm Ziel hatte es nochmal gejuckt – aber wir sind natürlich brav geblieben

Bei einer kleinen Welle 2km vor dem Ziel griff Daniel mit breitem Grinsen hinter mir immer wieder an den Unterlenker, bereit, die erste Attacke zu fahren. 

„Ralle, wenn einer angreift, mach ich mit, dann häng ich mich voll rein…“ 

Aber wir blieben diszipliniert. 

Wir hatten eine klare Vorgabe nicht zu sprinten, sondern geschlossen ins Ziel zu fahren. Sinnvoll, zumal wir uns mittlerweile zwischen Spitzengruppe und Verfolgergruppe des Jedermann Rennens befanden. 

Grandiose Stimmung in Nürnberg

Die Einfahrt ins Ziel in Nürnberg war berauschend. 

Das Trommeln und Klatschen der Zuschauer an der Strecke war ein weiterer Gänsehautmoment. 

Das Adrenalin schoss durch den Körper und macht definitiv Lust auf MEHR! 

Die eigene Familie und den ein oder anderen SpeedVille Athleten (wie z.B. Pascal Höhn und Klaus F.) noch im Ziel zu sehen, machte das Ganze dann noch etwas schöner.

Ich freue mich auf eine Zeit, in der Radrennen wieder vermehrt stattfinden und man seine Leistung regelmäßig abrufen kann. 

Dann darf auch der Müller mal wieder zum Sprint ansetzen ;-))  

Vielleicht ist es ja schon bei Eschborn – Frankfurt wieder soweit.

Herzlichst,
Ralle & Müller

Fotos: Strava Screenshot

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