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3er Trainings-Block in der Eifel: Aktueller Formcheck vor Eschborn – Frankfurt!

by Daniel

Ich liebe diese komprimierten Trainingswochenenden!!

  • 3 Trainingseinheiten über Ostern
  • 170 km
  • 3.000 hm
  • 370 TSS

2 Wochen vor Eschborn – Frankfurt ging es für mich mit meinem Sohn Noah (1) in die traumhafte Eifel.

Längere Autofahrten (wie zB nach Thüringen zu den Schwiegereltern) sind für den kleinen Mann nichts. Pragmatisch wie meine Frau Franzi und ich sind, entschieden wir uns (leider), über Ostern aufzuteilen.

Der Große (4) bei ihr, ich mit dem Kleinen zum Opa und Tante in die sehr schöne Eifel unweit der belgischen Grenze!

Dem ein oder anderen aus unserer Community noch bestens bekannt von den mittlerweile 3 Bikecamps in der Eifel.

Kurzes Video von unserem Eifel Bikecamp
  • sehr anspruchsvolles Terrain
  • auf 50 km gerne um die 1.000 hm (damit ähnliche km/hm Quote wie Ötzi)
  • sehr wenig (!) Verkehr
  • tolles Radsport-Feeling in Belgien
  • größtenteils sehr gute Straßen
  • sattgrüne Landschaft

Eifel 205 findet genau hier statt

Info: Am 20.8.22 ist der Eifel 205 geplant – einige Streckenteile gehen genau durch das Gebiet, wo wir hier wohnen und das Bikecamp machen

Prüm (mein Geburtsort) – Bleialf – Neuendorf – Steinebrück – Schwarzer Mann

Für alle aus Rheinland, Ruhrgebiet, Frankfurter Gegend, Saarland… unbedingt mal herkommen und ein verlängertes Wochenende mit harten Rad-Kilometern sammeln :-)

Wer Lust hat, sich in unserem Eifel-Ferienhaus (in Heckhalenfeld bei Winterspelt; 2-3 km neben belgischer Grenze) einzumieten, gerne unser Kontaktformular ausfüllen – meine Tante Anita stimmt dann die Verfügbarkeiten mit dir ab!

Im heutigen Blog ein kurzer Check – wo stehe ich mit meinem Training, was kann ich von mir selbst für Eschborn – Frankfurt am 1. Mai erwarten? Wie fühlt es sich an?

Rennrad fahren in der Eifel
Archivbild von unserem Eifel Bikecamp

Die Form kommt wieder

Vorweg das Wichtigste: Es fühlt sich richtig geil an!

Ich hatte neulich ja ein bisschen gejammert, dass ich mit (zwei) kleinen Kindergartenkindern selbst etwas zu oft krank bin und mein Training entsprechend nicht durchgezogen bekomme.

Nach 5 Wochen auf Mallorca kam kurz der Gedanke, ob die gesammelten Reize auf Mallorca vielleicht schon für die Tonne waren.

Ich habe für mich selbst die Lehren aus der genannten Situation gezogen und meine „Ansprüche“ runtergeschraubt.

Einige von euch schrieben mir via Socialmedia, dass v.a. in den ersten 2-3 Jahren der Kids die Immunsysteme noch nicht stark genug sind – da kommt man als Elternteil nicht drumherum.

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Ansprüche runterschrauben

Sich nun wie ein Radprofi mal für ein paar Wochen von der Familie zu trennen, ist selbstredend keine Option, entsprechend kann man nur versuchen, das beste aus der Situation zu machen (gut ernähren, viel Schlafen, Vitamine, Zink etc.) und hoffen das man verschont bleibt.

Aber v.a. die eigene Erwartungshaltung zurecht rücken:

D.h., Hope for the Best and expect the Worst!

Das war schon damals ein guter Spruch von meinem Dozenten an der Uni…

Von daher werde ich nicht erneut den Fehler begehen und eine Zielzeit für Eschborn – Frankfurt ausrufen. Ich hatte nach meinen 3:01 h im letzten Jahr ja mit einer Zeit von 2:50h geliebäugelt – aber da muss natürlich einiges für passen!

Mein Rennbericht aus 2021

Schwungvoll durchkommen – der Rest zeigt sich

Wenige krank sein, Training gewuppt bekommen, sturzfrei durchkommen, nach dem Feldberg eine starke Gruppe erwischen etc. pp…

Von daher das Ziel: Einfach mit möglichst Schwung das Ding durchziehen :-)

Und dann gucken wir mal, was auf dem Tacho steht.


Ein Blick auf meine Trainingseinheiten in der Eifel

Die erste Fahrt am Freitag wurde zum „intensiveren“ Einrollen genutzt, dann folgte eine ziemlich harte Fahrt am Samstag in Belgien mit zahllosen Rampen (echtes Klassikerfeeling) und entsprechenden Ausflügen in den L5 Bereich und abschließend eine eher steady Fahrt am Sonntag.

Das Wetter am Ostermontag heute reizt zwar extrem nochmal auf den Hobel zu steigen – wird aber als „Ruhetag“ genutzt.

Hashtag Vernünftig bleiben :-)

#1 – Freitag (15.4.)

  • Distanz: 48 km
  • Dauer: 1:39 h
  • 720 hm
  • ø Leistung: 218w
  • NP: 238w
  • ø HF: 140

Teile der Strecke fuhren wir auch auf unser Sonntagsrunde in den Eifel Bikecamps. Höhepunkt sicherlich die mystische Auffahrt hoch zum Schwarzen Mann – erinnert bzgl. Location (geiler Wald) ein bisschen an Herr der Ringe.

Und dann noch die sehr harte Rampe in Stadtkyll, wo ich viel zu hart in den Anstieg reinging – strategisch echt dämlich – und mir dann schnell die Luft ausging :-)

Muur van Stadkylll

Etwas sehr blöd hierbei angestellt.

Beim nächsten Mal würde ich gerne progressiver in den Anstieg reingehen (mit FTP starten und dann nach oben alles rausdrücken; und nicht umgekehrt) und gucken was man da noch rausholen kann.

Zum Vergleich:

Laurin hatte hier im Eifel-Bikecamp im Aug. 2021 schon eine sehr starke Zeit hingelegt (3:27 min.; 421w).

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Ob ich noch über 1 min. gutmachen kann – eher fraglich :-)

Ich weiß auch nicht, ob die Watt von Strava geschätzt sind, ich glaube letztes Jahr hatte Laurin noch keinen Wattmesser am Rennrad.


#2 – Samstag (16.4.)

  • Distanz: 72 km
  • Dauer: 2:34 h
  • 1328 hm
  • ø Leistung: 233w
  • NP: 251w
  • 169 TSS
  • ø HF: 153

Der Sinn und Zweck dieser Einheit war es ganz einfach, den Radklassiker am 1. Mai zu simulieren. Über unsere neue Coaching App (Open Beta) bekam ich entsprechend den „Auftrag“ :-)

Den Körper also dran gewöhnen, dass da demnächst etwas ähnliches kommt.

Und wo geht’s besser, als hier in der Klassikerregion Eifel/Ardennen!!

Über den Schwarzen Mann ging es dann schnell links weg nach Belgien und ständig hoch und runter im Gebiet um St. Vith (Belgien).

Stavelot ging sich zeitl. leider nicht aus

Ich wäre – zugegeben – gerne noch weiter n Richtung Stavelot gefahren, wo auch unsere Königsetappe beim Bikecamp langgeht (hier fahren wir einige Anstiege von Lüttich – Bastogne – Lüttich ab)…

…aber das war zeitl. wegen meinem Sohn nicht möglich.

Von daher galt: Etwas kürzer, dafür aber intensiv.

Jetzt einzelne Anstiege rauszupicken, fällt mir eher schwer, teilen wir mal die 2,5h in halbstündige Intervalle auf und gucken wie sich W/HF entwickelt haben…

Etwas (arg) nerdy (muss ich selbst zugeben), aber irgendwie macht’s ja auch Spaß :-)

Mal gucken wo man steht.

Aerober Drift – Indiz meiner Fitness

ZeitintervalleWattVeränd. %HFVeränd. %
0 – 0,5h247146
0,5 – 1,0242-2,1%151+3,4%
1,0 – 1,5h218-10%150-0,7%
1,5 – 2,0h228+4,5%159+6%
2,0 – 2,5h232+1,7%159n.a.
Daten siehe meine Fahrt auf Strava

Ich denke es ist gut rauslesbar, dass der Drift noch sehr ordentlich ist.

Etwas abstrakter runtergebrochen – auf zwei Hälften verteilt hatte ich…

  • Stunde 1: 244w + 148 HF
  • Stunde 2 + Rest: 226w + 156 HF

Also, die Watt um -7,4% runter und Puls um +5,4% hoch.

Um diesen Zustand zu verbessern, weiter und mehr strukturiert trainieren und v.a. an der Fitness und folglich Ermüdungsresistenz arbeiten :-)

Der Körper muss lernen mit diesen Reizen umzugehen.

Wo wir wieder beim Thema der zeitl. Verfügbarkeit wären.

Oder um es in Worten von Tissot Bergkönigin Laura Tibitanzl zu sagen: Für einen Tag muss man auch mal „beißen“ können :-)

Feldberg Reconride mit Tissot Bergkönigin Laura Tibitanzl

#3 – Sonntag (17.4.)

  • Distanz: 52 km
  • Dauer: 2 h
  • 979 hm
  • ø Leistung: 216w
  • NP: 224w
  • ø HF: 139

Stupid me – ich hatte mich etwas verleiten lassen. Anfangs der Fahrt wollte ich wirklich nur sehr entspannt fahren. Im Laufe des Trainings packte einen dann doch wieder der (falsche) Ehrgeiz und man überdrehte ein wenig.

Das Ziel von mir war es ja eigentlich nicht über einen Puls von 130 zu kommen.

Beim nächsten Mal :-)

Fazit

In Summe also nochmal sehr gute, intensive Trainingsreize zwei Wochen vor dem Rennen am 1. Mai.

Wenn es die Zeit zulässt, werde ich bis kommendes Wochenende nochmal am Feinschliff arbeiten (mit unserer neuen Coaching App) und dann ab Mitte kommender Woche rausnehmen.

Hashtag Tapering.

Ohne erneute Erkältungspause Anfang April wäre ich sicherlich ein Stück weiter, aber manchmal gibt’s Dinge, die man nicht ändern kann :-)

Drücke euch die Daumen für ein gutes Rennen in Eschborn!

Herzlichst,
Daniel

PS: Wer Lust hat, in unser Coaching zu kommen und das Maximum aus der anstehenden Saison rauszuholen – hier findest du alle Infos & Details zu unserem Training (geht los ab fairen 49€ p.m.)

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