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Welches Rennrad für Anfänger? Unsere 9 Tipps für den richtigen Kauf!

by Daniel

Im heutigen Blog geht es um das richtige Rennrad für Anfänger!

Wir haben uns gefragt, auf welche Kriterien Einsteiger beim Kauf des ersten Rennrads achten sollten: Müssen es gleich ein 4500+€ Investition fürs Carbon-Rad sein oder tut es auch ein Einsteiger-Rennrad für zB 1500€?

Wir wollen uns mal ein paar Punkte näher anschauen, auf die du Wert legen solltest!

  • Bequemlichkeit & Komfort
  • Reifenbreite
  • Ausstattung
  • Die ideale Übersetzung
  • Alu-Rahmen vs. Carbon-Rahmen
  • Felgen- vs. Scheibenbremse
  • Elektronische- vs. mechanische Schaltung
  • Klickpedale ja oder nein?
  • Onlinehändler vs. Bikeshop um die Ecke
  • Beispiele für gute Bikes zum fairen Preis
Van Rysel Rennrad
Daniel mit Einsteiger Bike: Alu Rahmen beim Van Rysel in der Eifel

5 Tipps beim Kauf eines Rennrads für Einsteiger

Von Terence Schuster

#1 Bequemlichkeit / Komfort

Wie bei jeder Sportart sollte Spaß an erster Stelle stehen. Damit dieser auch lange erhalten bleibt, spielt der Komfort auf dem Rennrad eine wesentliche Rolle.

Meine Meinung:

Rose Reveal 2022 im Test
Bsp. eines komfortablen Bikes: Rose Reveal

Endurance Geometrie präferiert

Es gilt dabei, eher ein Modell zu suchen, das eine “Endurance”(=Ausdauer)-Geometrie besitzt. Also die Möglichkeit, möglichst viele bequeme Minuten/Stunden im Sattel zu verbringen.

Eine “Race”-Geometrie zeichnet sich meist dadurch aus, dass man sehr gestreckt und tief auf dem Rad sitzt, so dass man möglichst wenig Luftwiderstand erzeugt.

Das mag für den ambitionierten Rennradfahrer ein relevantes Thema sein, ist als Einsteiger aber eher zu vernachlässigen.

Der Sattel darf gern etwas bequemer sein und nicht nur aus einer Carbon-Schale bestehen, da sich die Muskulatur (und der Bobbes) erst an die Zeit im Sattel gewöhnen muss.


Bis zu 47 mm breite Reifen
Sehr komfortabel: 47 mm Reifen (beim Gravelbike)

#2 Die Reifenbreite

Sollte man beim Kauf die Auswahl haben, welcher Reifen auf dem neuen Einsteigerrad montiert wird, greift man lieber zu einem Reifen mit einer Breite ab 28 mm oder breiter.

28mm Reifen rollen auf unterschiedlichsten Untergründen einfach bequemer. Es muss nicht so viel Luft (Bar) in den Reifen gepumpt werden und der Komfort wird deutlich erhöht.

Wenn es der Rahmen des Rades zulässt, dann darf gerne breiter gewählt werden, jedoch sollte man mit mind. 28mm anfangen, da der Komfortgewinn hier an erster Stelle steht.


#3 Die Ausstattung

Wie auch bei der Zusammenstellung des Wunschautos, bietet es unzählig viele Möglichkeiten, mit welcher Ausstattung/Schaltgruppe das neue Rad gekauft werden kann.

Für das erste Rennrad kann man sagen, dass alle Einsteiger-Gruppen ab Shimano 105 oder SRAM Rival eine sehr gute Wahl sind!

Sie kommen mit vielen Features der High-End-Gruppen und unterscheiden sich nur in Material und Gewicht.


#4 Die Übersetzung

Bei der Wahl der Übersetzung (Kurbel und Kassette) sollte man die Bandbreite möglichst groß gestalten.

D.h. man wählt eine 50/34 Übersetzung bei der Kurbel (50 Zähne großes Kettenblatt, 34 Zähne kleines Kettenblatt) und eine 11-34 Übersetzung bei der Kassette (größtes Berg-Ritzel 34, kleinstes Ritzel 11 Zähne).

Einsteiger-Räder werden meist direkt mit einer sehr angenehmen Übersetzung ausgeliefert.


#5 Der Rahmen lieber aus Alu oder aus Carbon?

Ein Carbonrahmen bietet neben dem geringeren Gewicht und dem etwas besseren Komfort auch einige Nachteile:

Gerade beim 1. Rennrad zählt der Spruch “The first scratch hurts the most” – d.h. man lehnt das neue Schmuckstück unabsichtlich gegen einen Zaun oder es fällt durch einen Windstoß um, schon ist der Ärger über den ersten Kratzer groß.

Ein Aluminiumrahmen verzeiht einem Einsteiger mehr Fehler.

Der Lack kann zwar abplatzen, aber der Rahmen ist selten direkt defekt und muss ersetzt werden.

Die heutigen Aluminiumrahmen sind nur um ein paar hundert Gramm schwerer als die Carbon-Variante, so dass ein Alurahmen meist deutlich günstiger angeboten werden kann.


Rose Team GF Four Test
Disc Brakes

#6 Felgen oder Scheibenbremse?

Auch in 2022 gibt es noch genügend erfahrene Fahrer, die nichts auf ihre Felgenbremse kommen lassen. Explizit für einen Einsteiger ist die Scheibenbremse aber immer zu bevorzugen.

Sie bietet eine bessere Bremsperformance bei trockenem und vor allem bei nassem Untergrund.

Richtig eingestellt erfordert eine Scheibenbremse wenig Wartung und es müssen erst nach einigen Tausend Kilometern die Beläge gewechselt werden.


#7 Elektronisch oder Mechanische Schaltung?

Gerade beim Thema Kosten ist hier eine mechanische Schaltung zu bevorzugen!

Wenn man Gefallen am Sport gefunden hat, spricht nichts dagegen, sich hier ein Upgrade beim nächsten Rennrad auf eine elektronische Schaltung zu gönnen. 

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#8 Klickpedale erforderlich?

Wer sich sicher fühlt, kann direkt mit Klickpedalen und Schuhen anfangen.

Wer gerne noch etwas mit Straßenschuhen fährt, der kann sich auch Einsteiger Pedale holen die auf der einen Seite flach sind und auf der andere Seite den Mechanismus zum klicken besitzt (meist SPD) – damit kann sicher gestartet werden und später werden die passenden Schuhe einfach nachgekauft.

Rakete

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#9 Onlinehandel oder beim lokalen Händler?

Beim ersten Rennrad spielt der lokale Händler seine Stärken aus!

Man hat den Vorteil, dass man eine vernünftige Beratung in Sachen Rahmengröße und Ausstattung bekommt. In den meisten Fällen hat man die Möglichkeit, sein Rad vorher auch mal kurz Probe zu fahren.

Meist ist eine Wartung nach ein paar hundert Kilometer inklusive und man hat einen direkten Ansprechpartner bei Problemen.

Der Onlinehändler wird erst dann relevant, wenn man exakt weiß, was man möchte und auch auf eine Erstberatung verzichten kann.

Viele Onlinehändler bieten mittlerweile telefonische Beratungen an, eine Probefahrt via Telefon wird aber schwer umsetzbar sein.


Daniel’s erstes Bike: Cube Agree bei der Einschreibung in St. Pölten (2015)

Preissegment und Beispiele

Das zu empfehlende Einsteiger-Rennrad sollte – Stand heute – zwischen 1500-2500€ liegen.

Beispiele von deutschen Hersteller sind z.B. folgende Rennräder:

Rose Pro SL Disc 105

https://www.rosebikes.de/rose-pro-sl-disc-105-2696850?product_shape=mandarin+red

Canyon Endurace 7

https://www.canyon.com/de-de/rennrad/endurance-rennrad/endurace/al/endurace-7/2733.html?dwvar_2733_pv_rahmenfarbe=BK%2FBU

Cube Attain SLX

https://www.cube.eu/de-de/cube-attain-slx-deepred-n-red/676410


Schlusswort!

Wie so oft, ist der Geldbeutel ausschlaggebend und die Ausstattung als Anfänger meist zweitrangig. Das Rennrad sollte bequem sein und die Kraft kommt – wie immer – aus den eigenen Beinen.

Anbei ein Foto, wie man mit einem Alu-Pendler, Platz 67 in Nürnberg bei der Deutschland Tour erreichen kann. Das Rennrad (Fuji Jari) wiegt 9,6 kg und hat eine Shimano 105 Ausstattung.

Terence Schuster
Terence mit Einsteiger Rennrad Fuji Jari

Es kostete damals beim lokalen Händler 1499€ und fährt sich immer noch klasse! Es benötigt also definitiv kein 12.500 Euro Rennrad – es kann auch sehr viel Spaß mit einem Einsteiger-Rad machen!

Beste Grüße,
Euer Terence


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Fotos: privat

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