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Aktueller Trend Smartwatch für Sportler: Die Garmin Fenix 6S im Test

by Daniel

Smartwatches sind in aller Munde. Bianca Somavilla (Top 10 beim Ötztaler Radmarathon in 2019) testete für uns die Multisport-Smartwatch Garmin Fenix 6S – Sportuhr, Fitnesstracker und Smartwatch in einem. Was kann die Uhr ganz genau und für welche Einsatzzwecke eignet sie sich vor allem?

Garmin Fenix im Test
Garmin Fenix 6S Smartwatch für Ausdauersportler

Von Bianca Somavilla (@bianca_tirol)

Ich liebe meinen Radcomputer für Trainingseinheiten am Rennrad oder Mountainbike. Fixiert am Lenker bietet er mir alles was ich brauche:

Anzeige von Watt, Puls, Distanz und Höhenmeter.

Die Navigation funktioniert einwandfrei, was sehr hilfreich ist, wenn ich neue Gegenden oder Länder mit dem Rennrad erkunde. 

Trotzdem ist es ein Radcomputer.

Ich war auf der Suche nach etwas Ganzheitlichem. Etwas, das mehr abdeckt als nur meine Radfahrten. Etwas, das ich für mein Ausgleichstraining verwenden kann, im Winter zum Langlaufen oder Skitourengehen.

Etwas, das auch im täglichen Leben ein hilfreiches Tool ist. 

GESUCHT: Ein Begleiter beim Sport & im Alltag 

Die Antwort auf meine Suche war eine Sportuhr oder eine Smartwatch oder noch besser, eine Sportuhr, ein Fitnesstracker und eine Smartwatch in einem.

Viele Produzenten bieten ein breites Spektrum an Uhren an und die SportlerInnen haben eine große Auswahlmöglichkeit.

Meine Entscheidung fiel auf die Garmin Fenix 6S. 

Gründe für die Garmin Fenix

  1. Ich verwende Garmin auch bei meinem Radcomputer und kann durch Garmin Connect alle meine Aktivitäten in einer App sehen 
  2. Ein tolles Spektrum an Farben und Größen des Uhrengehäuses und eine riesige Auswahl für Uhrenbänder 
  3. Die Uhr ist perfekt beim Sport und kann gleichzeitig auch im Alltag eingesetzt werden, somit habe ich sie immer dabei und sie ist jederzeit einsatzbereit

GEFUNDEN – die Garmin Fenix 6S 

Die neue Uhr wurde ausgepackt und die Freude ist groß.

Ich habe mich für das Gehäuse in schiefergrau mit dem schwarzen Uhrenband entschieden.

Die Garmin 6S gibt es in drei verschiedenen Größen, wobei ich für mich als Frau die kleinste Größe ausgewählt habe. Das Uhrenglas habe ich bewusst in Saphirglas genommen, da dieses wesentlich beständiger gegen Kratzer ist. 

Garmin Fenix im Test
Garmin Fenix

Die ersten Schritte mit meiner Uhr waren recht einfach, denn am Screen der Uhr erschienen schon gleich nach dem ersten Einschalten hilfreiche Tipps zur Bedienung. 

Garmin Connect von zentraler Bedeutung

Sehr viele Funktionen der Garmin Fenix werden über die App Garmin Connect gesteuert, welche man im Google Play oder Apple Store herunterladen kann. 

Ich habe diese App schon am Handy, da mein Radcomputer auch von Garmin ist.

Nach einer Registrierung der Uhr in der App, kann ich alle Garmin Geräte mit dem Handy verbinden. 

Zwei Apps kommen mit der Garmin Fenix

  • Garmin Connect als mein persönliches Profil mit all meinen Daten und Aktivitäten
  • Connect IQ für Apps und Widgets von Drittanbietern 

Zusätzlich zur Garmin Connect App bietet Garmin über die sogenannte Connect IQ eine Vielzahl von Apps und Widgets von Drittanbietern an.

Ich habe mir unter anderem die Strava Routes App heruntergeladen, welche ich direkt auf der Uhr öffnen, meine geplanten Routen ansehen und nachfahren kann, was ich sehr praktisch finde. 

Zu den ersten Schritten gehörte auch das Einstellen des Uhrendesigns.

Hier gibt es unzählige Möglichkeiten direkt auf der Uhr oder übers Connect IQ am Handy. Egal ob kunstvoll, bunt, gepunktet, analog oder schlicht, die Ziffernblätter lassen sich mit einem Klick austauschen. 

Erstes Fazit: Die ersten Schritte funktionierten sehr einfach, schnell und unkompliziert 

Optik der Garmin Fenix

Beim genaueren Studieren der Funktionen der Garmin Fenix 6S, lernte ich schnell wie viel die Uhr eigentlich kann. Die für mich interessantesten und wichtigsten Features habe ich ausprobiert und getestet. 

Vorinstallierte Sport-Apps

Für die gängigsten Sportarten sind auf der Uhr schon Aktivitätsprofile vorinstalliert. Ich nutze die Uhr derzeit in der Saisonvorbereitung v.a. zum Langlaufen und zum Skitouren gehen.

Das Aktivitätsprofil „Skitour“ ist nicht vorinstalliert, kann aber sehr einfach und direkt auf der Uhr erstellt werden. Die Trainingsseiten jeder Sportart können auch individuell angepasst und gestaltet werden.

Bei meinen Skitouren interessieren mich besonders die Höhenmeter, der gesamte Anstieg, die verstrichene Zeit und mein Puls. All dies kann ich auswählen und auf den Trainingsseiten sehen. 

Garmin Pay

Garmin Pay steht für kontaktloses Bezahlen direkt mit der Uhr ohne die Geldtasche oder Bargeld im Radtrikot mitzuschleppen.

Ideal zum Bezahlen der Rechnung beim nächsten Coffe-Ride. Die Vorfreude ist groß. Nur leider ist dies nur bei teilnehmenden Anbietern möglich und meine Bank ist hier nicht dabei.

Ich hoffe, dass sich dies in der Zukunft ändern wird. 

Herzfrequenzmessung am Handgelenk

Die Herzfrequenz wird über das Handgelenk gemessen.

Als Sportlerin weiß ich sehr genau wie hoch meine Herzfrequenz in bestimmten Situationen ist. Allerdings ist auffallend, dass dies mit der angezeigten Herzfrequenz meiner Uhr nicht wirklich zusammenpasst.

Die Messung am Handgelenk ist deutlich niedriger als mit dem Brustgurt. Dies kann auch sehr einfach getestet werden, indem ich die Uhr verwende und gleichzeitig den Brustgurt zur Pulsmessung mit meinem Radcomputer. 

Navigation

Trotz der relativ kleinen Uhr, finde ich das vorinstallierte Kartenmaterial für ganz Europa toll.

Eine Strecke kann über Garmin Connect geplant und auf die Uhr geladen werden. Oder auch über Apps wie zum Beispiel Strava Routes.

Dabei plane ich meine Route auf Strava (siehe Biancas Account auf Strava!) und speichere diese ab. Beim erstmaligen öffnen von Strava Routes auf meiner Garmin Fenix 6S, verbinde ich die App über mein Handy mit meinem Strava Account.

Von nun an sehe ich alle auf Strava geplanten Strecken auch auf meiner Uhr und kann dort direkt die Navigation und meine Aktivität starten. 

Zweites Fazit: Die Garmin Fenix hat unglaublich viele Funktionen und bietet unzählige Möglichkeiten 

24 Stunden mit der Garmin Fenix 6S 

Ich habe eingestellt, dass meine Schlafenszeit zwischen 23:00 und 6:30 ist. Während dieser Zeit verhält sich auch meine Uhr ruhig und zeigt keine Benachrichtigungen an. 

Doch die Uhr arbeitet auch in der Nacht fleißig und misst mein Schlafverhalten

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Die Garmin Fenix analysiert dein Schlafverhalten

In der Früh kann ich mir nicht nur ansehen wie viele Stunden ich geschlafen habe, sondern auch wie viele Stunden ich in welcher Schlafphase verbracht habe. 

Nachdem mich die Uhr mit dem Alarm geweckt hat, starte ich den Tag mit einem kurzen Stretching, welches mit dem vorinstalliertem Aktivitätsprofil „Yoga“ aufgezeichnet werden kann. 

Nach dem Frühstück geht’s ins Büro, wofür ein Uhrenband aus Leder getragen werden kann. Mittels Quickfit ist das Uhrenband in nur wenigen Sekunden getauscht. 

Schrittzähler inklusive

Während dem Tag misst die Uhr wie viele Schritte gegangen und Stufen gestiegen werden, wie hoch die Energiereserven des Körpers sind und wie hoch der Stress

Alle Werte und Analysen kann ich jederzeit über die Garmin Connect App ansehen und studieren. 

Bekomme ich eine neue Nachricht oder einen Anruf auf mein Handy, so sehe ich das gleichzeitig auch auf meiner Uhr. 

Nach der Arbeit geht’s noch zum Langlaufen auf die Nachtloipe. Dafür wechsele ich das Uhrenband auf das originale Sportband aus Silikon, was wieder super schnell und einfach funktioniert. 

Während dem Sport höre ich total gerne Musik.

Spotify über die Uhr abspielbar

Die Garmin Fenix 6S, sowie auch andere Garmin Modelle, bieten Musik direkt über die Uhr an. Dieser Service ist mit Spotify, Deezer oder Amazon Music möglich.

Ich nutze Amazon Prime und habe dadurch Zugriff auf zahlreiche Lieder auf Amazon Music. Um die Musik direkt vom Handgelenk zu hören, benötigt man zusätzlich noch Bluetooth-Kopfhörer. 

Zunächst lädt man über das Smartphone und Connect IQ, Amazon Music direkt auf die Uhr. Beim erstmaligen Öffnen von Amazon Music kann ich die Uhr mit meinen Playlisten über WLAN synchronisieren. 

Anschließend kopple ich die Bluetooth Kopfhörer mit der Uhr. Und schon kann es losgehen.

Meine Sport-Playliste befindet sich auf der Uhr, ich kann die Lautstärke regulieren, Lieder auswählen, weiterschalten, oder durcheinander abspielen lassen.

Dieses Feature gefällt mir ganz besonders und funktioniert top.

Voraussetzung: Amazon Prime bzw. Amazon Music, Spotify oder Deezer sowie Bluetooth Kopfhörer. 

Bluetooth und Smartwatch

Garmin Connect mit Strava verbinden

Während dem Langlaufen höre ich nicht nur Musik, sondern die Uhr zeichnet auch die Aktivitäten auf und speichert sie nach dem Training auf Garmin Connect.

Dort kann ich mir ansehen welche Strecke ich gelaufen bin, wie lange, wie viele Höhenmeter, Kilometer und mit welcher Herzfrequenz.

Strava kann mit Garmin Connect gekoppelt werden und so sehe in nur wenigen Sekunden meine Nachtaktivität auch auf Strava. 

Zum Duschen braucht man die Uhr gar nicht abnehmen, denn sie ist wasserfest.

Täglicher Kalorienverbrauch jederzeit sichtbar

Ein kurzer Check auf Garmin Connect zeigt auch noch wie viele Kalorien am Tag verbrannt wurden. Dies könnte auch hilfreich sein für die Auswahl des Abendessens, oder? ;-)


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Anschließend geht’s wieder ins Bett und die Uhr beginnt mit der Aufzeichnung des Schlafs. 

Akkuleistung abhängig von den Aktivitäten

Die Akkuleistung der Uhr hängt stark von den aufgezeichneten Aktivitäten ab.

Zusätzlich gibt es zwei Modi: Der Energiesparmodus bedeutet, dass die Uhr keine Herzfrequenz am Handgelenk misst und nicht mit dem Telefon verbunden wird.

In diesem Modus hält der Akku ungefähr drei Mal so lang als im regulären Modus. Bisher musste ich die Uhr nur einmal pro Woche aufladen, was ich als sehr positiv empfinde.

Außerdem zeigt die Uhr während einer Aktivität an, wie lange der Akku mit den aktuellen Einstellungen noch hält.

Dies ist für mich bei einer langen Ausdauereinheit sehr hilfreich und ich könnte gegebenenfalls die Energieoptionen optimieren. 

Drittes Fazit der Garmin Fenix: Sie begleitet, misst & analysiert

Ich bin absolut zufrieden mit meiner Uhrenauswahl.

Die Sportuhr, eine super Begleiterin bei sämtlichen Sportarten und im Alltag.

Ist die Garmin Fenix auch für Radsportler geeignet?

Um eine Aktivität aufzuzeichnen gibt es die vorinstallierte Sportart Radfahren.

Hier kann ich mir die Trainingszeit, Höhe, Distanz, Geschwindigkeit, Puls und Leistung für meine Trainingsausfahrt oder für eine Runde anzeigen lassen. Das Kartenmaterial ist auch für Radfahrten verfügbar und Navigation ist ebenfalls möglich.

Ich finde die Uhr am Handgelenk während dem Radfahren etwas störend, aber auch für dieses Problem hat die Industrie eine Lösung parat. Die Uhr kann mit einem Fahrradhalterungssatz auch am Lenker befestigt werden.

Die angezeigten Datenfelder sind aufgrund des kleinen Displays etwas schwieriger zu lesen, was für mich jedoch ausreicht.

Für die Navigation bevorzuge ich am Rennrad das größere Display von meinem Garmin Edge, weshalb ich bei Ausfahrten in neuen, unbekannten Gegenden meinen Radcomputer verwende.

Beim Training in meiner Umgebung setze ich auf die Uhr, da ich es besonders entspannend finde, dass ich die Uhr immer bei mir trage und sie jederzeit einsatzbereit ist, und somit kein lästiges Vergessen des Radcomputers möglich ist.

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