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Der Giro Aether Spherical Helm im Test!

by Daniel

Normaler Helm mit Lüftungsschlitzen oder Aero Helm?

Heute guckt sich Freddy einmal den („normalen“)Giro Aether Helm an, den er im Juni/Juli testete.

Seit einigen Jahren setzen immer mehr Radprofis, aber auch Jedermänner auf Aero-Helme. Inzwischen fahren viele Profis selbst bei Bergetappen die Aero-Modelle der Hersteller. 

Doch auch die „normalen“ Helme (mit Lüftungsschlitzen) haben durchaus noch ihre Berechtigung, insbesondere dann, wenn es heiß ist.

Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius wird es langsam ungemütlich unter einem aerodynamisch optimieren Helm mit nur wenigen Belüftungsöffnungen.

Vor allem dann, wenn man für längere Zeit bergauf fährt und der Fahrtwind durch die niedrigere Geschwindigkeit kaum noch kühlt. Zudem sind Aero-Helme in der Regel deutlich schwerer als normale, nicht aerodynamisch optimierte Helme. 

Giro Aether Spherical Helm

Giro Aether Spherical im Test

Von Frederik Böna (@frederik_boena)

Ein sehr leichter Helm mit großen Belüftunfsöffnungen ist der Giro Aether Spherical. 

Etwa ein Jahr lang habe ich den Helm ausgiebig getestet. 

265 g (Größe M)

Mit gerade einmal 265 Gramm in Größe M ist der Aether der leichteste Helm, den ich je auf dem Kopf hatte. Nachdem ich ihn in sehr kurzer Zeit für meine Kopfform und -größe eingestellt und aufgesetzt hatte, habe ich ihn bald nicht mehr wahrgenommen.

Der Helm ist nicht nur sehr leicht, er ist auch sehr bequem und einfach einzustellen. 

Auch optisch wirkt der Helm hochwertig und modern. 

Giro selbst gibt für die Entwicklungszeit des Aethers fast drei Jahre an. Das wichtigste Ziel hierbei war, nicht nur einen sehr leichten und gut belüfteten, sondern vor allem auch einen sehr sicheren Helm zu entwickeln. 

MIPS Spherical Konzept

Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelte Giro das MIPS Spherical Konzept.

MIPS (Multi Directional Impact Protection System) gibt es inzwischen bereits seit ein paar Jahren und viele Hersteller von Helmen setzen darauf. Kommt es zu einem Aufprall des Helms, kann MIPS die Rotationskräfte absorbieren und dadurch den Kopf zusätzlich schützen.

Ermöglicht wird das durch den Einsatz einer zusätzlichen, beweglichen dünnen Innenschale im Helm. Diese macht einen Helm mit MIPS zwar etwas schwerer und etwas weniger gut belüftet, aber eben auch sicherer.

Seitenansicht

Außenschale besteht aus zwei Teilen

Im Gegensatz zu bisherigen Helmen mit MIPS, hat Giro beim Aether das MIPS Spherical Konzept in die Gesamtkonstruktion integriert, indem die Außenschale des Helms aus zwei Teilen besteht, die über Elastomere miteinander verbunden sind.

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Der obere und der untere Teil des Helms sind beweglich und lassen sich mit den Händen hin und her schieben. 

Das irritiert zwar zunächst etwas, macht aber vermutlich wirklich Sinn. 

Kommt es zu einem Sturz, können die beim Aufprall auf den Kopf wirkenden Rotationskräfte durch die Verschiebung der beiden Schalen stark abgebremst werden. Die Wirkung des MIPS-Konzepts ist so noch einmal verstärkt, ganz ohne negative Auswirkungen auf Gewicht und Belüftung. 

Giro Aether Back View

Hochwertiger Helm und Preis

Leider wirkt sich dies aber auch auf den Preis aus.

320 Euro kostet der Aether Spherical. Natürlich muss man dafür beim Aether aber auch auf nichts verzichten – von einer hohen Aerodynamik einmal abgesehen. 

Das Material der Helmoberfläche besteht aus hochtechnologischem Carbonat, die Polsterung ist antibakteriell, elf Wind-Tunnel sorgen für eine hohe Ventilationsperformance und eine integrierte Brillenhalterung gibt es ebenfalls. 

Fazit

Insbesondere an (hoch)sommerlichen Tagen, mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius, macht ein Helm wie der Aether Spherical von Giro sehr viel Sinn.

Fährt man bei Hitze einen längeren Anstieg, trägt er sich deutlich angenehmer als irgendein Aero-Helm und ist daher vor allem für Bergfahrer zu empfehlen.

Durch das MIPS Spherical Konzept punktet der Aether aber vor allem auch im Sicherheitsbereich.

Abstriche muss man im Bereich der Aerodynamik machen.

Außerdem kann es sein, dass – je nach Frisur und Haartyp – bereits nach wenigen Minuten die Haare – in Pogacar Manier – aus den großen Belüftungsöffnungen herausschauen.

Je nachdem, wie lange man fährt, wirkt sich das womöglich sehr stark auf die Frisur danach aus.

Zum Pendeln ist der Aether daher eventuell nur bedingt zu empfehlen.

Angesichts des Sicherheitsaspekts, des niedrigen Gewichts und der hochwertigen Qualität scheint insbesondere für Bergfahrer selbst der relativ hohe Preis auch im Vergleich mit ähnlichen Modellen durchaus angemessen. 

Fotos: privat

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