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Mondsee Radmarathon 2015: Alle Infos zum Rennen vom Veranstalter

by Daniel

Auf den 28. Juni 2015 freue ich mich schon ganz besonders. Dann geht es mit dem Papa und der Freundin zum ersten Mal zum Mondsee Radmarathon. Für alle Beteiligten. Mein Papa fährt wie ich seit ein paar wenigen Jahren wie besessen Fahrrad und wollte immer schon bei einem „größeren Event“ mitfahren. Da bietet sich zum 60. Geburtstag doch der Mondsee Radmarathon im wunderschönen Mondsee im Salzkammergut in Österreich an. Alle Infos zum Event gibt’s hier im Interview mit dem Veranstalter…

mondsee radmarathonFür ihn und meine Freundin geht’s dann auf die eher „entspannte“ Tour-C (75 km, 400 hm) – ich werde bei der ambitionierten Tour-A (200 km, 2.300 hm) an den Start gehen. Tagsüber fährt jeder in seiner Disziplin, und abends wird gemeinsam angestoßen ;-)

Insgesamt macht der Mondsee Radmarathon einen tollen Eindruck auf mich. Ob ambitioniert oder entspannt – das Orga-Team hat für jeden die passende Strecke im Angebot. Meine Vorab-Webrecherche liefert mir die gleichen Ergebnisse: Egal, welches Rennrad-Forum ich durchlese – die meisten Teilnehmer können nur positives vom Mondsee Radmarathon berichten. Ein Event mit Historie, professionelle Organisation aber dennoch sehr familiär geblieben – und das Ganze inmitten einer Traumlandschaft.

Also, wer jetzt in 2015 noch nicht mitfährt, sollte sich in 2016 definitiv überlegen, den Mondsee Radmarathon in seinen Rennkalender aufzunehmen.

Zwecks Vorbereitung auf das Event, konnte ich Christian vom Orga-Team gewinnen, ein Interview mit mir zu führen. Meine Fragen sind vor allem: Warum sollte man unbedingt mal beim Mondsee Radmarathon mitfahren? Welches sind die kritischen Anstiege beim Mondsee Radmarathon, um vorne dranzubleiben? Wer stellte wann den Streckenrekord auf? Welche Promis fahren dieses Jahr wieder mit?

Der Veranstalter vom Mondsee Radmarathon im Interview

Mondsee Radmarathon

Speed-Ville.de: Lieber Christian, warum sollte man als Jedermannfahrer beim Mondsee Radmarathon unbedingt teilnehmen?

Es ist für jeden etwas dabei, von der 25 km Strecke für Familien bis hin zur 200 km Strecke für ambitionierte Hobbysportler und Amateurfahrer kommt jeder auf seine Kosten. Auf vier verschiedenen Radstrecken und zwei Hand-Bike Strecken durch die Rennradregion Salzburgerland – Salzkammergut kommen die Sportler nicht nur sportlich sondern auch landschaftlich auf ihre Kosten. Die 5 Seen im Salzkammergut, der Anstieg auf die Postalm und die tollen Ausblicke sind für jeden eine Reise wert. Trotz fast 2000 Startern ist die Veranstaltung immer familiär geblieben.

Speed-Ville.de: Euer Rennen ist sehr international. Die Teilnehmer kommen aus 20 Nationen. Neben den Teilnehmern aus dem DACH-Raum: Welche Nationen stellen die meisten anderen Teilnehmer?

Neben den Teilnehmern aus Österreich und Deutschland kommen die meisten Starter aus Tschechien, Ungarn und Italien.

Speed-Ville.de: Ihr veranstaltet das Rennen dieses Jahr zum 29. mal.Gibt es besondere Ereignisse, die hängen geblieben sind? Positiv wie negativ?

Es gibt viele Eindrücke, die speziell Ernst Ahamer erlebt hat, denn er ist von Beginn an dabei und der Kopf des Organisationsteams. Speziell war sicher der erste Marathon, das knacken der 1000 Startergrenze und die mehrmalige Auszeichnung zum beliebtesten Radmarathon in Mitteleuropa.

Speed-Ville.de: Bei welcher Zeit steht eigentlich der Streckenrekord und wer hat ihn wann aufgestellt?

Lukas Ranacher hält den Streckenrekord mit 5:14:25 auf der 200 km Strecke seit dem Jahr 2012.

Speed-Ville.de: Beschreibt doch bitte mal in Euren Worten den Kurs. Wo trennt sich gewöhnlicherweise die Spreu vom Weizen? Gleich beim ersten knackigen Anstieg zur Postalm oder dann doch erst später?

Auf der C-Strecke über 75 km gibt es gleich nach 10 km den einzigen Anstieg. Wer da vorne mit drüber kommt kann auf der flachen bis leicht kupierten Strecke im Massensprint um den Sieg kämpfen.

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Auf der B-Strecke mit 135 km, kann man lange im großen Feld mitfahren. Erst auf dem Anstieg zur Großalm erfolgt die erste Selektion. Im letzten Anstieg in Nussdorf, ca. 15 km vor dem Ziel, setzt sich ein Einzelfahrer oder eine kleine Gruppe ab, aus der der spätere Sieger kommt.

Der lange Anstieg auf die Postalm ist auf der A-Strecke über 200 km vorentscheidend. Hier gilt es vorne dabei zu sein, aber nicht alle Körner zu verschießen, denn von da an geht es noch über 3,5 Stunden bis Ziel. Nach einem langen Flachstück bietet sich ab der Großalm dasselbe Bild wie auf der B-Strecke.

Speed-Ville.de: Was mir sehr gefällt, ist das breite Angebot für ein möglichst große Zielgruppe. Ihr bietet 4 verschiedene Strecken an, die jedes Leistungsniveau schaffen sollte. Seit wann habt ihr das im Angebot und wie kam es dazu?

Angefangen haben wir vor 29 Jahren mit 2 Strecken, damals war es noch der 4-Seen-Radmarathon. Seit ca. 17 Jahren gibt es vier Strecken mit 5 Seen. Zum vierten Mal bieten wir heuer auch ein Hand-Bike Race an.

Wir wollten den Sportlern einfach immer mehr bieten. Das Salzkammergut bietet so viele schöne Orte, Landschaften und Ausblicke, von denen wir den Sportlern so viele wie möglich zeigen wollen.

Speed-Ville.de: In der Vergangenheit fuhren immer wieder Prominente mit wie z.B. der ehemalige österreichische Skispringer Andi Goldberger oder auch ein Marcel Wüst. Welche Promis gehen in 2015 wieder mit an den Start?

Andi Goldberger und Marcel Wüst sind auch heuer wieder am Start. Mit dabei ist auch wieder der zweifache Sieger des Ötztalers: Stefan Kirchmair. Der eine oder andere Wintersportler ist momentan auch im Gespräch, kann aber noch nicht genannt werden.

Speed-Ville.de: Der Kurs führt meines Erachtens durch eine der schönsten Landschaften im Alpenraum. Ist es schon öfter vorgekommen, dass ihr Teilnehmer „erwischt“ habt, die angehalten haben, um Fotos zu schießen?

Das ist schon oft vorgekommen. Es freut uns sehr, dass die Sportler auch ein Auge für die atemberaubende Landschaft haben. Das Salzkammergut bietet dazu etliche Motive welche es Wert sind festgehalten zu werden. Im Internet findet man auch einige Videos, welche von Sportlern während der Fahrt aufgezeichnet wurden.

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Speed-Ville.de: Abschlussfrage: In der jüngeren Vergangenheit kochte das Thema Doping bei Jedermannrennen immer wieder auf. Wie geht ihr als Veranstalter mit diesem Thema um? Behaltet Ihr Euch Maßnahmen vor oder appelliert ihr an die Vernunft jedes einzelnen Teilnehmers?

Uns ist bewusst dass Doping auch im Breitensport ein Thema ist. Für Kontrollen fehlt wie oft auch im Profisport das nötige Geld. Erwischte Dopingsünder erhalten bei uns aber keine Startberechtigung.

Speed-Ville.de: Danke Christian für das Gespräch! Für alle Interessierten: Hier geht’s zum Mondsee Radmarathon

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