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Auf der Suche nach einem klasse Saisonabschluss? Der Kufsteiner Radmarathon könnte eine echte Option für alle Bayern sein!

by Daniel

Für viele Jedermänner ist der Ötztaler Radmarathon zweifelsohne der Saisonhöhepunkt Ende August. Was aber kommt danach? Schließlich wäre es doch schade, die gute Form einfach so verpuffen zu lassen. Zwei Wochen nach dem Ötzi findet in direkter Schlagdistanz zu München der Kufsteinerland Radmarathon statt. Warum der Kufsteiner auch eine echte Option für alle “Süddeutschen” ist, verrät Organisator Frank.

kufsteinerland

…rechts der Müller auf dem Canyon Aeroad

Für die meisten ist der Ötzi so etwas wie der Saisonhöhepunkt – sowohl, was die sportliche Herausforderung anbelangt, als auch der Zeitpunkt Ende August.

So auch für mich in diesem Jahr.

Was aber kommt danach? Kommt danach überhaupt noch was?

Wäre auf jeden Fall sehr schade, wenn danach nichts mehr käme, schließlich stehen wir dann doch alle voll im Saft – hinzu kommt, dass das Wetter im September in den letzten Jahren meist noch sehr, sehr geil war. Unterm Strich genug Gründe, es nochmal so richtig krachen zu lassen.

Rennen & Radmarathons im September

Was geht also ab? Welche Rennen & Radmarathons bieten sich für uns Jedermänner an?

Der hier ist gesetzt, zumindest für mich: Am 30.9. findet das fantastische Zeitfahren King of the Lake auf komplett gesperrten Straßen rund um den Attersee statt, meinen Erfahrungsbericht aus dem letzten Jahr könnt ihr hier lesen. Ein echter Tipp für alle, die mal ihr Glück beim Zeitfahren probieren möchten. Nur du, das Bike und dieser wunderbare See in der Mitte.

Ein grandioses Erlebnis.

Zeitgleich findet im Schwarzwald vom 29.-1.10. der Rothaus RiderMan statt, drei Etappen voll auf die Zwölf. Ein weiteres Rennen, das mir im letzten Jahr wunderbar gefallen hat, war der GFNY Deutschland (3.9.) – perfekt für einen Fahrertypen wie mich. Ähnlich wie Rund um Köln: Viele, viele kleine Anstiege, die allesamt nicht allzu lang und allzu steil sind, so dass sie auch von Fahrern mit normalem Gewicht gut bewältigt werden können, dazu das Ganze auf komplett gesperrte Straßen. Sehr, sehr schön.

Kufsteinerland Radmarathon: Ideal für Allrounder

Kufsteinerland Radmarathon

Ein recht ähnliches Ding ist übrigens der Kufsteinerland Radmarathon (Erfahrungsbericht 2016) – auch ohne komplett gesperrte Straßen: Ebenfalls sehr, sehr viele kleinere Anstiege, und bis auf den echt zähen Anstieg nach Brandenberg, alles gut machbar. Der Anstieg nach Brandenberg ist tatsächlich gerade noch so an der Schwelle: dürfte keine 100 Höhenmeter mehr sein, sonst wäre ich im letzten Jahr vom Rad gefallen. Sausteil das Ding, schaut mal hier auf Strava (Link).

Am Ende hat sich das Rennen aber sehr gelohnt, war ja auch eine geile Vorbereitung vor meinem letzten Highlight in 2016, dem King of the Lake.

Beim Kufsteinerland Radmarathon würde ich in diesem Jahr also sehr, sehr gerne wieder an den Start gehen, vor allem, wenn es zeitlich klappt, Stichwort Nachwuchs. Ein großer Pluspunkt für uns Bayern ist zudem das Thema Fahrtzeit – schließlich ist Kufstein nur gut eine Stunde Fahrzeit von München entfernt. Somit eigentlich der Radmarathon mit der kürzesten Anfahrt von allen im Alpenraum. Wenn man in München wohnt.

Was gibt’s also Neues von den Kufsteinern, immerhin Startort zahlreicher Rennen der UCI-Straßen-WM 2018? Wie wird sich die zweite Auflage von der Premiere im letzten Jahr unterscheiden? Warum ist das Rennen ein guter Saisonabschluss für viele Jedermänner?

Ich sprach mit Organisator Frank…

Kufsteinerland Radmarathon – das ist alles neu in 2017

Vom 9.-10. September findet die zweite Ausgabe des Kufsteinerland Radmarathons statt. Was werden die Neuerungen gegenüber der Premiere im letzten Jahr sein?
Wir haben uns natürlich gut überlegt, was man noch alles machen kann, damit alle auf ihre Kosten kommen. Zum einen werden wir ein kleines Sprintrennen auf gesperrter Straße durchführen, den Festungsstadtsprint, hier geht es über die Strecke von 1,3 km und ca. 100 hm hoch zur Festung. Das wird sicher eine Riesengaudi werden.

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Im letzten Jahr hattest du MTB-Weltmeister Daniel Federspiel am Start. Wird er bei der Nummer auch mitmachen?
Ich habe neulich mit ihm telefoniert. Zu mir meinte er, dass er mitmacht. Darüber hinaus wird es aber noch ein sehr attraktives Angebot für Familien mit kleinen Kindern geben. Wir veranstalten mit dem ÖAMTC einen Fahrradparcours und die eine oder andere Schulung für die Kleinen wie z.B. einen Helmtest. Damit sie mal sehen, was ein Helm alles aushält und was nicht. Das ist wichtig, damit sie künftig etwas vorsichtiger sind im Verkehr.

Eine andere Sache würde ich gerne noch nennen: Nach dem Festungsstadtsprint werden wir noch zu den Themen Ernährung und Training sehr interessante Vorträge anbieten.

Kennt man die Redner?
Ich bin aktuell dabei, die Redner zu akquirieren. Ein Redner wird, so wie es aussieht, sehr interessante Dinge zum Thema Doping vortragen, vor allem wie gefährlich und riskant das Thema ist. Da darf man sehr gespannt drauf sein.

Kufsteinerland Radmarathon auf einen Blick

  • 9. + 10. September 2017
  • Start/Ziel in (A) Kufstein, knapp 100 km von München
  • Radmarathon: 120 km | ca. 1.800 hm
  • Panoramarunde: 50 km | ca. 450 hm
  • Festungsstadtsprint: ca. 1,3 km (Bergzeitfahren)
  • Video-Highlights von der Premiere im letzten Jahr (YouTube-Link)

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Eine der Neuerungen ist der Umzug des Starts/Ziels nach Kufstein. Was war der Auslöser?
Das war ja schon ganz nett im letzten Jahr in Ebbs. Uns war aber wichtig, solch eine Großveranstaltung in die Stadtmitte zu holen. Von daher musste es einfach nach Kufstein kommen, so ein bisschen Rambazamba ist doch auch ganz nett. Wenn da die ganzen Zuschauer und Passanten sind, es wird Musik geben und die Stimme des Sprechers hallt durch Kufstein, da kribbelt’s doch jedem in den Beinen.

Vor allem wird es auch Zuschauer anlocken, die mit dem Radrennen nichts zu tun haben. Da versprechen wir uns unterm Strich deutlich mehr Flair.

Ich habe ja früher auch Profikriterien veranstaltet, damals auch immer in der Stadtmitte. Das hat sich bewährt, weil man damit einfach einen großen Teil der Anwohner zum Rennen bekommt. So wird dann alles kompakter.

Euer Radmarathon findet zwei Wochen nach dem Ötztaler Radmarathon statt. Ein perfekter Zeitpunkt für viele Teilnehmer, um nach ihrem Saisonhöhepunkt, bei Euch Vollgas zu fahren oder?
Der Kufsteinerland Radmarathon ist vom Zeitpunkt her sehr gut gelegen, um die gute Form, vielleicht noch vom Ötztaler Radmarathon, zum Saisonende ausklingen zu lassen. Im letzten Jahr sind viele der Teilnehmer noch beim Ötzi an den Start gegangen.

Naja, und es ist natürlich auch interessant für viele, die leider keinen Startplatz beim Ötzi bekommen haben. Die können dann im September bei uns noch einmal einen raushauen.

Kannst du dem Leser, der im letzten Jahr noch nicht bei Euch war, kurz die Strecke vorstellen? Was sind die Knackpunkte bzw. wo ist der Scharfrichter?
Du kennst es ja noch aus dem letzten Jahr, im Prinzip sind das die drei Anstiege: Einmal hinauf zum Thiersee und weiter nach Hinterthiersee, dann der sehr knackige Anstieg nach Brandenberg und der Anstieg in Richtung Bad Häring. Bei den Anstiegen zieht es das Feld schön auseinander. Die Strecke dazwischen ist geprägt von flachen und welligen Passagen. In Summe eine sehr schöne Mischung – für jeden Fahrertyp, nicht nur für die reinen Bergfahrer.

Parallel zum Kufsteinerland Radmarathon findet der Eddy Merckx Classic statt. Wie unterscheiden sich die beiden Radmarathons voneinander?
Wer schon mal beim Eddy Merckx Classic mitgefahren ist, der wird schnell die unterschiedlichen Streckenführungen feststellen. Beide Landschaften sind sicherlich sehr schön, mir gefällt es aber hier im Kufsteinerland auch sehr, sehr gut. Besonders die landschaftliche Vielfalt, und die sehr facettenreiche Strecke, zeichnet diesen Marathon aus.

Ich bin ja auch schon mal beim Eddy Merckx Classic mitgefahren. Meinst du mit Streckenführung die Tatsache, dass dort alle unterschiedlichen Strecken gleichzeitig starten und man sich jederzeit – während des Radmarathons – umentscheiden kann?
Ja, genau. Bei uns wird es zwei Strecken geben. Einmal die große und einmal die kleine Runde. Beide Strecken starten zeitlich etwas versetzt – die große Runde um 9 Uhr, die kleine Runde um 9:15 Uhr. So wird es keinen Stress für die Teilnehmer geben.

Im letzten Jahr gab es mit Patrick Hagenaars, Daniel Federspiel, Andi Traxl und Elitefahrer Maximilian Kuen eine sehr schnelle Rennspitze. Welche bekannten Athleten werden auch in 2017 an den Start gehen?
Auch in diesem Jahr werden wir wieder ein paar schnelle Fahrer vorne drin haben. Bei Maximilian Kuen kann ich es noch nicht sagen, zugesagt haben aber Patrick Hagenaars, Andi Traxl, Daniel Federspiel und auch Daniel Rubessoir. Wer beim Kufsteiner vorne landen will, muss sich also an diesen Herrschaften orientieren (lacht).

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(c) Fotos im Artikel: Kufsteinerland Radmarathon & Tourismusverband Kufstein

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