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Die wahren Helden des Ötztaler Radmarathon

by Daniel

Manuel Zorn – 7:27 Stunden

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Wie fühlst du dich jetzt nach dem Ötztaler 2015?
Heute fühle ich mich ein wenig müde und ein wenig angeschlagen aber immer noch sehr glücklich, bei dieser Hitze gefinisht zu haben.

Welche Zeit hast du erreicht, welche hast du dir vorgenommen? Was ist deine Platzierung?
7:27 Stunden. Gesamtrang 24, Klassenplatz15. Vorgenommen hatte ich mir unter 7:30 Stunden!

Was war das härteste beim Ötztaler? Hattest du mal an Aufgeben gedacht?
Die Hitze war schon recht hart aber ans Aufgeben hatte ich nie gedacht

Was war das schönste beim Ötztaler?
Das Wetter und die vielen Zuschauer auf der Strecke – dass war einfach super! Die ganzen Leute, die anfeuerten, ein Traum!

Wie viel Std. pro Woche arbeitest du, und wie viel kommst du im Schnitt zum Trainieren?
40 Stunden Arbeit zurzeit – ich bin aber in Bildungskarenz, komme so ca. 10-14 Stunden zum trainieren.

Was ist für dich der Reiz, bei so einem schweren Bergrennen teilzunehmen?
Weil es einfach ein sehr hartes und anstrengendes Rennen ist, auf das man sich nahezu das ganze Jahr freut und vorbereitet und es eines meiner Saisonhighlights ist.

Aus aktuellem Anlass – Thema Doping: Sollten die „Top-Fahrer“ getestet werden oder gar alle Teilnehmer?
Es ist leider so dass es immer wieder schwarze Schafe gibt im Sport! meiner Meinung nach gehören die Top-Fahrer getestet bei allen Rennen! Alle Teilnehmer würde leider ein wenig schwierig werden…


Sakis – 8:58 Stunden

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Wie fühlst du dich jetzt nach dem Ötztaler 2015?
Sensationell, müde und glücklich. Nach den letzten paar Jahren mit Schnee, Kälte und Nässe, war das Balsam für die Seele.

Welche Zeit hast du erreicht, welche hast du dir vorgenommen? Was ist deine Platzierung?
Ich hatte mir etwas zwischen 08:30 – 08:45 Stunden vorgenommen, am Schluss waren es dann 8:58 Stunden – die magischen 9 Stunden geknackt.

Was war das härteste beim Ötztaler? Hattest du mal an Aufgeben gedacht?
Nein, DNF gibt es nicht. Ich habe im 2008 aufgeben müssen – reiste schon krank an – und das verfolgte mich bis zum Start im 2009. Das härteste am Ötzi 2015 war die Hitze im letzten Teil des Jaufen und in St.Leonhard – ich kam da nicht gut in den Rhythmus rein. Danach passte es wieder super gut.

Was war das schönste beim Ötztaler?
Traumhafte Gegend, rasante Abfahrten (über 110km/h), gewaltige Organisation, die dazu noch sehr gut funktioniert. Und nicht zu vergessen, die vielen Menschen die Stundenlang ausharren um uns Hobbysportlern an zu feuern. Einmalig und gewaltig, auch die Begleitung der letzten Fahrer in die Halle. Das sind die wahren Helden.

Wie viel Std. pro Woche arbeitest du, und wie viel kommst du im Schnitt zum Trainieren?
Ich habe einen 45-Stunden-Job, kann aber die Heimfahrt meistens als Training nutzen Mit einer kleinen Schleife jeweils 45–55 km pro Fahrt. Dazu kommt noch, dass ich immer um 450 hm fahren muss, somit ist das Bergtrainig automatisch mit dabei. Haben sich so in diesem Jahr über 7500 km gesammelt – selber überrascht.

Was ist für dich der Reiz, bei so einem schweren Bergrennen teilzunehmen?
Ich wog im 2005 noch knapp 100 kg (bei meiner Größe von 1,72 m), bis zum Sommer 2006 nahm ich dann 30 kg ab und nahm dann direkt am Dreiländergiro teil. Da wurde ich 300. von 3.000 Startern. Danach hat mich dann der Ehrgeiz gepackt. Irgendwann sucht man für sich selber die Grenze zum Möglichen oder eben Unmöglichen. Wie weit kann ich, wie gut bin ich, was liegt drin. Alles im gesunden Rahmen.

Aus aktuellem Anlass – Thema Doping: Sollten die „Top-Fahrer“ getestet werden oder gar alle Teilnehmer?
Leider hat uns „Hobby-Fahrer“ auch das Thema eingeholt. Ist ein absolutes No-Go. Auf diesem Niveau – Jedermann-Veranstaltung – sind das Charakterlumpen. Solche Leute sollte man nicht mehr starten lassen. Kontrollen ja, nicht alle aber zufällige. Zumindest bei den „starken“ Fahrern.


Markus Haas – 8:11 Stunden

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Wie fühlst du dich jetzt nach dem Ötztaler 2015?
Ich fühle mich eigentlich sehr gut, das Treppensteigen macht ein wenig Probleme aber sonst ist alles in Ordnung, mental bin ich ein wenig angeschlagen da ich mein Ziel von unter 8 Stunden leider nicht erreicht habe, was theoretisch aber möglich gewesen wäre!

Welche Zeit hast du erreicht, welche hast du dir vorgenommen? Was ist deine Platzierung?
Meine Zeit ist 8:11 Stunden. Mein Ziel waren 7:59 Stunden. Meine Platzierung gesamt: 167., allgemeine Klasse: 76. Platz

Was war das härteste beim Ötztaler? Hattest du mal an Aufgeben gedacht?
Das härteste für mich war die mentale Sache, da ich ab Mitte Jaufen eingebrochen bin und wusste, dass sich die unter 8 Stunden nicht mehr ausgehen würden. Das zog sich bis Schönau (Speck Michl) weiter und erst ab da konnte ich wieder halbwegs meine Wattwerte treten!

Was war das schönste beim Ötztaler?
Für mich ist das faszinierendste beim Ötztaler die vielen Menschen, die einen anfeuern und dass die Straßen teilweise ganz gesperrt sind! Das gibt es bei keinem anderen Event, das ich kenne! Das schönste für mich sind die Abfahrten Jaufen – St.Leonhard (21 min 40 sec.).

Wie viel Std. pro Woche arbeitest du, und wie viel kommst du im Schnitt zum Trainieren?
Ich arbeite im Baugewerbe um die 50std die Woche. Trainieren tue ich um die 12 Stunden die Woche außer einen Monat vor dem Ötztaler – da ein wenig mehr!

Was ist für dich der Reiz, bei so einem schweren Bergrennen teilzunehmen?
Der Reiz für mich besteht darin zu schauen, wo man leitungsmäßig gegenüber anderen steht, und die eigenen Zeiten immer versucht zu verbessern!

Aus aktuellem Anlass – Thema Doping: Sollten die „Top-Fahrer“ getestet werden oder gar alle Teilnehmer?
Meine Meinung zu dem Thema: Jeder Mensch muss selber wissen, was er seinem Körper antut, mir ist es egal ob ich 2.,  6., 15. oder gar 500. werde. Es wird immer wieder jemanden geben, der besser ist als man selber und das Dopen wird man nie in den Griff bekommen! Der Mensch hat das Streben immer besser zu werden! Ich habe das viel größere Problem mit den Schulterklopfern, die dann nachher in sozialen Medien unterhalb der Gürtellinie kommentieren! Ich finde, man sollte bei auffälligen Leuten schon Dopingtests durchführen!


Tina Hien – 12:54 Stunden

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Wie fühlst du dich jetzt nach dem Ötztaler 2015?
Als FINISHER ☺ Stolz, diese Herausforderung trotz Schwierigkeiten gemeistert zu haben!

Welche Zeit hast du erreicht, welche hast du dir vorgenommen? Was ist deine Platzierung?
Die reine Fahrzeit war knapp unter 12 Stunden – mit den Zwangspausen war ich dann 12:54 Stunden unterwegs. Vorgenommen hatte ich mir, dass ich die Runde schaffe. Habe mit 12 Stunden gerechnet unter normalen Umständen. Und ich bin zufrieden, dass es sogar mit Schwierigkeiten noch unter 12 Stunden reine Fahrzeit war.

Was war das härteste beim Ötztaler? Hattest du mal an Aufgeben gedacht?
Also Kühtai lief super, Brenner auch, sogar der Jaufen ging noch super, jedoch kurz vorm Pass merkte ich schon, dass der Akku bisschen nachlässt. Aber kein Problem, ich bin ja bisher super gefahren, dann halt jetzt bisserl langsamer. Das ganze Rennen ist Gerhard mit mir gefahren, dass war sehr hilfreich. Ich war nie alleine. Jedoch beim Timmelsjoch habe ich das erste Mal Krämpfe bekommen. Gleich so extrem, dass ich sofort absteigen musste. Okay ein/zwei Minuten gewartet und wieder weiter gefahren. Tja. aber es hat nicht lange gedauert, bis auch die Kurzpausen nichts mehr gebracht habe. Da habe ich im ersten Moment schon befürchtet, ich muss in den Besenwagen. Habe aber versucht kühlen Kopf zu bewahren um zu überlegen, wie es weiter gehen kann. Dachte mir, dass darf doch nicht wahr sein, so kurz vorm Ziel. Ich will das irgendwie schaffen. Und dann kommt noch ein Banner mit „ausgeträumt“. Nee nicht mit mir. Also bis zur nächste Labestation in Schönau gekommen. Etwas Pause gemacht, Brühe getrunken und wieder ab auf´s Rad. Mit einer dann komplett anderen Beinhaltung, ging es dann irgendwie. Habe versucht einfach ganz ruhig und ohne Belastung zu fahren und so habe ich mich dann noch Kehre um Kehre hochgeschraubt, bis der Banner kam: „Da hast Du Deinen Traum“.

Was war das schönste beim Ötztaler?
Im Ziel zu sein. Finisher. Diese Emotionen, die man dort in sich spürt. Schau Dir das Strahlen an, das sagt alles. Gemeinsam als Paar das gemeistert zu haben. Das sind Momente für die Ewigkeit. Unvergesslich!

Wie viel Std. pro Woche arbeitest du, und wie viel kommst du im Schnitt zum Trainieren?
40 Stunden und mehr mit der Arbeit und ca. 10 Stunden Training!

Was ist für dich der Reiz, bei so einem schweren Bergrennen teilzunehmen?
Das Erlebnis ist für mich das faszinierende. Ich wollte ein Erlebnis, etwas besonderes. Und ich hatte ein unvergesslich Erlebnis.

Aus aktuellem Anlass – Thema Doping: Sollten die „Top-Fahrer“ getestet werden oder gar alle Teilnehmer?
Ich bin selber nicht auf Zeit gefahren und die ist für mich auch zweitrangig. Allerdings sollte es beim Sport immer ehrlich und fair zugehen – in jeder Hinsicht, und auch bei den Fahrern die um Platzierungen fahren. Daher habe ich nichts gegen Dopingtests.

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