Wow, wir sind wirklich stolz auf ihn!
Anton (22) ist seit Anfang des Jahres in unserem Coaching (wird trainiert von Lukas) und schaffte bei seiner Premiere gleich mal einen bockstarken 9. Platz. Und das beim sehr harten Imster Radmarathon (inkl. dem echt fiesen Haimingerberg mit ø 10,5%!).
Mit Lukas werde ich die Tage mal eine sehr ausführliche Youtube-Analyse zu Anton’s Marathon machen – im heutigen Blog lassen wir Anton einmal zu Wort kommen.

- wie waren seine Eindrücke von der Szene?
- war es angenehm oder Stress pur im Feld zu fahren?
- hat er ggf. was liegen lassen oder war Platz 9 erwartbar?
- was würde er beim nächsten Event SuperGiro Dolomiti verändern (v.a. technisches Setup)
Herzlichst,
Daniel

Anton’s Imster Radmarathon Performance
- Imster Radmarathon 2026
- Distanz: 110 km
- Höhenmeter: 2299 hm
- Fahrzeit: 3:13 Stunden
- ø Leistung: 259w (3,86 W/kg) – NP: 294w
- TSS: 227
- Performance am Haimingerberg: 333w (4,97 W/kg) für 40:16 min.
SV: Du bist mit dem Imster Radmarathon deinen ersten Radmarathon gefahren. Abseits von deiner tollen Leistung – wie waren deine Eindrücke der Szene und dem ganzen Drumherum?
Das gesamte Event war sehr gut organisiert und die Stimmung unter den Teilnehmern durchweg positiv und extrem fair. Für meinen ersten Radmarathon war das ein wirklich tolles Erlebnis.
Vom Flachland in die Alpen: Antons Anreise
SV: Du wohnst in Münster/Berlin – wie hast du das mit der langen Fahrt Hin und Zurück gemacht? In einer Rutsche durchgefahren oder mit Übernachtung auf dem Weg?
Ich bin am Freitag in einem Rutsch von Münster nach Imst durchgefahren. Das waren am Ende knapp acht Stunden im Auto. Ich hatte am Samstag noch einen Tag zwischen Transfer und Rennen also war das kein Problem.
Die Renntaktik beim Imster Radmarathon: Bloß nicht überziehen!
SV: Beschreibe bitte mal den Renntag selbst. Wie hast du den Radmarathon erlebt? Kannst du die wichtigsten Situationen beschreiben?
Start war um 7 Uhr bei 2 Grad. Da war es natürlich noch richtig kalt. Deswegen habe ich mich dazu entschieden mit Armlingen und Beinlingen zu fahren. Das Rennen beginnt relativ flach und nach ca. 20 Kilometer kommt der erste etwas längere Anstieg. Das Tempo war aber noch sehr kontrolliert und das Feld bestand aus ungefähr 70 Fahrern.
Da erst bei Kilometer 50 der wirkliche lange Anstieg kommt, war die Startphase sehr entspannt und es gab wenig Attacken.
Bei erreichen des Haiminger Bergs , ist das gesamte Rennen wie erwartet komplett auseinandergeflogen. Ich habe versucht meine Pace kontrolliert zu fahren und konnte den Berg als 8. schnellster hochfahren.
Anschließend war ich die restlichen 50 Kilometer nur noch mit einem Fahrer zusammen und wir haben uns die Führungen im etwas längeren Flachstück aufgeteilt.
SV: Schnelle, technische Abfahrten bzw Flachpassagen in großen Gruppen sind beim ersten Marathon oft ein Stressfaktor. Wie war das für dich?
Dadurch das die Startphase so entspannt war, gab es wenig Stress im Fahrerfeld. Die Abfahren waren auch keine wirkliche Herausforderung, da sie bis auf einige wenige Kurven weitgehend geradeaus verläuft.
Außerdem war es natürlich relativ entspannt, da ich nur mit einer anderen Person die Abfahrt gefahren bin.
Ernährungspanne im Rennen: Wenn plötzlich die Trinkflasche bricht
SV: Wie viele Gramm Kohlenhydrate hast du pro Stunde zu dir genommen? Und wie sah deine Strategie aus (Gels vs Riegel)?
Ich habe während des Rennen versucht 120 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde zuzuführen. Leider ist mir schon bei Kilometer 10 meine Wasserflasche kaputt gegangen, wodurch ich mich nicht optimal versorgen konnte.
SV: Mit 3:13 Stunden hast du dir einen extrem starken 9. Platz geholt. Sei ehrlich – was hattest du dir vorm Imster Radmarathon erhofft?
Ich hatte schon gehofft, vorne mitfahren zu können. Mit einem 9. Platz hätte ich aber im Vorhinein nicht gerechnet und habe mich darüber natürlich sehr gefreut.

SV: Hast du das Gefühl, dass du mit unserem Mallorca Bikecamp deine BASE verbessern konntest?
Durch den hohen Umfang auch während des Camps, habe ich das Gefühl, insbesondere im späteren Verlauf eines Rennens, eine höhere Leistung abrufen zu können. Das Camp hat mir auch maßgeblich dabei geholfen Abfahrten schneller und sicherer zu fahren.
SV: In knapp einem Monat steht der nächste echte Härtetest an mit dem SuperGiro Dolomiti. Würdest du hier was anders machen zum Imster?
Ich würde mir auf jeden Fall eine größere Kassette als 11/28 besorgen. Ich bin nur leider etwas eingeschränkt durch mein “altes” Dura Ace Schaltwerk.
Auch beim Super Giro erwartet mich in der zweiten Rennhälfte ein harter Berg (d Red: Kartitscher Sattel) mit knapp 10 Kilometern Länge und maximalen Steigungen von bis zu 16%. Des Weiteren würde ich versuchen am Rennmorgen noch etwas mehr zu essen – insbesondere bei so einem langen Rennen.
SV: Was ist deine Zielzeit beim SuperGiro Dolomiti?
Eine genaue Zielzeit habe ich nicht. Das hängt ja auch immer stark von der Konkurrenz und der Renndynamik ab. Ich hoffe aber auch beim SuperGiro Dolomiti relativ weit vorne mitfahren zu können.
DANKE dir, Anton!

Lass uns auch DEINEN Motor im Coaching tunen!
Wenn du Unterstützung brauchst, helfen wir dir gerne dein System upzugraden – in den letzten Jahren haben wir zahlreiche Athleten für die langen Kanten (v.a. Ötztaler, Maratona dles Dolomites, Dreiländergiro, Mallorca 312) fit gemacht.
Titelfoto: Imster Radmarathon & Imst Tourismus (Archivbild aus 2017)

