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Feldbergkönig Challenge: 5 Auffahrten mit über 3.000 Höhenmetern!

by Daniel

Der Große Feldberg im Taunus ist der Scharfrichter des Jedermannrennens Eschborn-Frankfurt

Hier entscheidet sich, ob man das Rennen auf einer vorderen Platzierung beendet oder nicht. 

Seit April 2021 hat man die coole Möglichkeit per „Self-Challenge“, den Feldberg über fünf verschiedene Auffahrten mit dem Rennrad zu bezwingen und dadurch ein „Feldbergkönig“ zu werden.

Insgesamt 129 Kilometer und 3.180 Höhenmeter müssen dabei bezwungen werden.

Die einzige Bedingung ist, dass man diese Herausforderung innerhalb von 25 Stunden meistert und sie mit der eigenen Muskelkraft absolviert – eBikes sind also nicht erlaubt.

Feldbergkönig Challenge: Mein Erfahrungsbericht

Feldbergkönig Challenge

Von Frederik Böna (@frederik_boena)

Initiiert wurde der Feldbergkönig von den Kettenhunden im Taunus, einer bunt gemischten Gruppe Rennradfahrerinnen und Rennradfahrern.

Insbesondere „Kettenhund“ Oliver Vitt war es, der – inspiriert durch den „Club der Verrückten vom Mont Ventoux“ – eine Herausforderung kreieren wollte, die grundsätzlich jeder Radsportler und jede Radsportlerin in Angriff nehmen kann, noch dazu weitestgehend unabhängig von Jahres-und Tageszeit. 

Dass die Idee entstand, als durch Corona noch zahlreiche Rennen abgesagt oder verschoben werden mussten, verwundert unter diesem Gesichtspunkt wenig. 

Feldbergkönig Challenge neu seit 2021

Mir persönlich war der Feldberg bei meinen bisherigen zwei Teilnahmen an Eschborn-Frankfurt als Bergfahrer zwar jedes Mal etwas zu flach, doch da ich im Juni nach einem Bikefitting bei Jens Machacek ohnehin in der Nähe war, sah ich die Möglichkeit, meine Form etwa zwei Wochen vor dem Race across the Alps nochmal zu testen.

Außerdem hatte ich die Hoffnung, dass die anderen vier Anstiege steiler wären als die Auffahrt von Oberursel aus, die bei Eschborn-Frankfurt immer bewältigt werden muss. 

Die fünf verschiedenen Auffahrten kann man sich im Vorfeld als GPS-Tracks auf den Radcomputer laden.

Es gibt sogar einen GPS-Track für den kompletten Feldbergkönig, sodass man sich gar keine Tour selbst erstellen muss.

Hierfür ein großes Lob an die Kettenhunde!

Das kenne ich von ähnlichen Herausforderungen dieser Art leider auch anders. 

Ich nahm dieses Angebot dankend an.

(Mein) Start in Königstein

Nachdem das Auto oben auf dem Feldberg abgestellt war, saß ich gegen 13 Uhr auf dem Bike und machte mich auf den Weg zum Startort des ersten Anstiegs. 

Die Reihenfolge, in der man die verschiedenen Anstiege bewältigt, spielt keine Rolle. Ich entschied mich spontan dafür, in Königstein zu starten. 

Kleiner Tipp an der Stelle: Achtet bitte auf die Uhrzeit, wann ihr startet. Ich würde eher empfehlen in den „Randzeiten“ oder vl. morgens zu fahren, da ihr dann einfach weniger Verkehr habt.

Als ich nach ein paar Kilometern rechts auf die Hochtaunusstraße abbog, wurde es besser. Davor war doch recht viel los. Der Anstieg selbst stellte keine allzu große Herausforderung dar.

Unser Daniel ging bei Eschborn-Frankfurt 21 an den Start

8 km bergauf bei 6 Prozent ab Königstein

Relativ gleichmäßig bei einer moderaten Steigung von durchschnittlich 6 Prozent ging es nun etwas mehr als 8 Kilometer bergauf. Oben auf dem Feldberg angekommen, hielt ich nicht an, sondern fuhr direkt weiter.

Als nächsten Anstieg hatte ich mir den von Esch aus vorgenommen.

2. Auffahrt ab Esch – ab Wüstems ging’s richtig los

Nachdem ich in Esch gewendet und mit dem zweiten, insgesamt 17,38 Kilometer langen, Anstieg begonnen hatte, dauerte es etwas bis der Anstieg spürbar begann.

Bis dahin betrug die Steigung lange Zeit maximal 2 Prozent, meistens jedoch weniger. Erst 7 Kilometer später, ab Wüstems, ging es endlich richtig bergauf. 

Nervige Motorradfahrer

An meinem Tag waren recht viele Motorradfahrer unterwegs, was zur ein oder anderen unschönen Situation führte (sehr dicht überholt, Kurven geschnitten etc.) – bitte in den Randzeiten fahren (eher morgens).


Möchtest du auch schnell(er) die Berge hochfahren und könntest theoretisch auch noch ein paar Kilos verlieren? Aber so richtig tut sich nix? Dann empfehle ich dir wärmstens unsere 30-tägige Challenge mit Robert Gorgos (Ernährungsberater eines kompletten Teams bei der Tour de France).

Im Schnitt nahmen die Teilnehmer dieser Challenge über 3 kg nach 30 Tagen ab – bei mir waren es sogar etwas über 4 kg (siehe meinen Erfahrungsbericht!)

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3. Auffahrt von Oberursel

Als nächstes Stand der Anstieg von Oberursel auf dem Plan.

Kaum zu glauben, aber ich freute mich tatsächlich fast ein wenig auf diese Auffahrt, die mir doch eigentlich bisher immer viel zu flach war.

Sehr wenig Verkehr

Doch die Aussicht, nun immerhin ungestört über 11 Kilometer lang bergauf fahren zu können, weckte die Vorfreude in mir. Zwar nur mit 4,8 Prozent Steigung im Schnitt, aber immerhin ohne Zwischenabfahrt oder richtiges Flachstück. 

In der Abfahrt vom Feldberg runter nach Oberursel gab ich ordentlich Gas.

Unten am Ortseingang von Oberursel angekommen, wendete ich sofort und fuhr auch den Anstieg mit ordentlich Druck auf dem Pedal nach oben.

Endlich hielt sich auch der Verkehr in Grenzen!

Ich überholte sogar zahlreiche Rennradfahrer. Nie hätte ich gedacht, dass mir dieser Anstieg tatsächlich mal richtig Spaß machen würde (für mich etwas zu flach).

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Meine Stimmung besserte sich deutlich. Das spiegelte sich auch in meiner Leistung auf dem Rad wieder.


Ein weiterer Klassiker bei Eschborn-Frankfurt ist der Mammolshainer Stich ⬇️ ⬇️ ⬇️ – hier nimmt dich Daniel quasi on Bord mit :-)

 

 
 
 
 
 
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Knapp über 28 min. dauerte die Auffahrt

Den Anstieg bewältigte ich relativ mühelos in knapp über 28 Minuten. 

Drei Aufstiege hatte ich nun also bereits in der Tasche, zwei lagen noch vor mir. Ich fühlte mich immer noch gut und freute mich dementsprechend auf die beiden kommenden Anstiege. 

Als nächsten Anstieg hatte ich mir den von Schmitten aus vorgenommen. 

Die Abfahrt hinunter nach Schmitten war zwar mit gerade einmal 8 Kilometern relativ kurz, aber sehr schön und teilweise auch etwas steiler.

4. Auffahrt von Schmitten

Mir machte diese Auffahrt sehr viel Spaß. Hashtag steil ist geil.

Die 5,5 Prozent durchschnittliche Steigung wären mir zwar normalerweise immer noch zu wenig gewesen, aber nach dem, was hinter mir lag, war ich mit dieser Steigung bereits sehr zufrieden.

Vor allem gab es auch hier keine Zwischenabfahrt, kein echtes Flachstück und auch der Verkehr war nach wie vor noch mäßig. Nach 24 Minuten hatte ich auch diese Auffahrt hinter mir. 

Oben angekommen, hielt ich mich wieder nicht lange auf. Und das Auto stand auch noch da :-)

Freddy liebt Höhenmeter – hier bei seinem Double Everesting :-)

5. Auffahrt von Niedernhausen

Ich war gespannt, auf die letzte Auffahrt von Niedernhausen.

Ab Ehlhalten ging es richtig bergauf, wenn auch ziemlich unrhythmisch.

Im Laufe der Auffahrt kamen ein paar steilere Abschnitte, über die ich mich sehr freute. Inzwischen merkte ich zwar auch ein wenig Müdigkeit in meinen Beinen, doch an und für sich lief es immer noch ganz gut.

Fazit vom Feldbergkönig

Die letzten Kilometer begann ich die ganze Aktion bereits Revue passieren zu lassen. Ich tat mir schwer damit, den Feldbergkönig richtig zu beurteilen.

Nach 4 Stunden und 41 Minuten hatte ich den Feldbergkönig abgeschlossen. 

Durchschnittlich hatte ich 248 Watt geleistet, was mir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,7km/h bescherte.

Immerhin stimmte die Form. 

Selbst Wochen und Monate später, tue ich mir immer noch sehr schwer damit, ein Urteil über den Feldbergkönig zu fällen.

Die Idee an sich finde ich super!

5 Tipps, um möglichst schnell abzunehmen vom Ernährungsberater der Profis!

Radfahren für den (sehr) guten Zweck

Insgesamt ist die Aktion schon sehr löblich – vor allem, da noch deutlich mehr dahinter steckt, als den Feldberg insgesamt 5 Mal mit dem Rennrad zu bezwingen.

Denn der Feldbergkönig hilft dabei, freiwillige Spenden für die Stiftung Bärenherz in Wiesbaden zu sammeln, ein Hospiz für schwerkranke sterbende Kinder und Jugendliche.

Für eine Spende sichert man sich die Chance auf ein Finisher-Cap. 

Den Service, den die Kettenhunde mit der Bereitstellung von GPS-Tracks bieten, finde ich ebenfalls super!

Auch dass man im Nachgang lediglich die eigene GPS-Aufzeichnung einreichen muss und anschließend auf Wunsch auf der Wall of Fame aufgeführt wird sowie eine Finisher-Urkunde erhält, ist einfach und unkompliziert. 

Die Streckenführung halte ich aber für noch optimierbar. 

Streckenführung (Anstiege) könnte man etwas optimieren

Für das Verkehrsaufkommen können die Kettenhunde nichts, allerdings hätte mir die ganze Aktion etwas mehr Spaß gemacht, wenn die Anstiege von Niedernhausen und von Esch aus erst deutlich später beginnen würden.

Den Beginn des Anstiegs von Königstein könnte man ebenfalls noch etwas weiter nach oben und damit raus aus dem dichten Verkehr verlegen. 

Es empfiehlt sich, die Feldbergkönig-Challenge zeitlich so anzugehen, dass man nicht in den Berufsverkehr kommt.

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