Richtig cool…
Ich würde fast mal behaupten, dass ich zzt eine meiner Bestformen habe – zumindest was den Zeitpunkt im Jan./Feb. anbelangt!
- Nov.: konservativer Formaufbau im Rahmen des Lanzarote Trainingslagers
- viel an der FatMax und LT1 zwischen Lanzarote und Calpe gemacht (auf der Rolle)
- in Calpe dann weiterhin viel im Bereich LT1 und auch mal erste Spitzen gesetzt
- ab jetzt startet dann der BUILD für mein Trainingslager auf Mallorca (ich selbst bin vom 14.3.-4.4.) am Start
Nach dem Trainingslager in Calpe – wir waren das erste Mal direkt in Calpe – ziehe ich mein Fazit und blicke auf 10 Tage mit insgesamt 881 km mit 1706 TSS bei 8 Fahrten zurück…
Um es kurz zu machen: Das war ein richtig geiler “Trainingsreiz” ;-)
Herzlichst,
Daniel
Inhaltsverzeichnis

Die nackten Zahlen des Trainingslagers (u.a. 1706 TSS)
Mit dem Training Stress Score lässt sich darstellen, wie intensiv/hart ein Training bzw eine Radfahrt ist…
Die 1700 TSS sollte man natürlich in den Kontext setzen – in dem Fall zur Anzahl Stunden, die man auf dem Sattel saß, um einen besseren Eindruck zu bekommen, wie HART oder MODERAT das Trainingslager wirklich war.
Zur Einordnung: 100 TSS bedeutet, dass du quasi für eine Stunde an der Schwelle gefahren bist.
- Anzahl Fahrten: 8
- Gesamtzeit: 34:18 Stunden
- gesammelte TSS: 1706
Intensität vs. Volumen
Die vorigen Zahlen bedeuten u.a. diese Dinge:
- pro Fahrt sammelte ich im Schnitt 213 TSS an (sehr ordentliche Trainingslast durch hohes Volumen)
- pro gefahrene Stunde kam ich auf knapp 50 TSS (eher moderate Intensität)
Als Bewertung lässt sich festhalten, dass das Volumen sehr hoch war, die Intensität aber “moderat”… Für mich persönlich genau richtig für den Zeitpunkt des Jahres…
Wir arbeiten entsprechend an der Basis (Grundlage)…
Korrekte FTP?
Hinweis: Man muss natürlich drauf hinweisen, dass der FTP ggf nicht ganz korrekt gesetzt sein kann – diese Werte wurden gebildet auf Basis einer Schwelle von 350w. Coach Philipp schätzt die FTP nach dem Camp zzt eher auf 360w.
Ich sollte demnächst dann mal einen FTP-Test machen, um hier Klarheit (v.a. fürs Mallorca Camp; 28.2.-4.4.26) reinzubringen.
Das Gewicht war vor dem Camp bei “hohen” 84 kg – nach dem Camp ein gutes Kilo mehr. Wenn das so weiter geht, kann ich bald gegen Axel Schulz in den Ring steigen.
Jetzt gilts wieder an der Gewichtsschraube zu arbeiten…

Warum Calpe? Bedingungen und Strecken
In diesem Jahr waren wir das erste Mal selbst im Hotspot CALPE. In den Jahren zuvor ca. 10 km weiter die Küste westlich runter in Albir.
Wie ist Calpe? Lohnt es sich?
Muss man sagen, Calpe selbst ist ziemlich hässlich – v.a. rund um die Strandpromenade. Hier dominieren Bausünden aus den 70/80ern? Quasi ein Hotel nach dem anderen.
Calpe selbst scheint aber über eine sehr schöne Innenstadt zu verfügen – aber typisch bei so einem Trainingslager: die habe ich freilich nicht gesehen :-)
Rush Hour durch Cyclists
Das könnte irgendwann mal zu einem Problem werden, denn um 10:00 Uhr sind die Straßen in/um Calpe echt krass voll mit Radsportlern.
So habe ich das selten erlebt…
Der ein oder andere Local ist dadurch sicherlich gut genervt, gibt mittlerweile Meldungen, dass sich die Politik überlegt, wie man das künftig regulieren etc kann…
Wetter in Calpe und Straßenqualität
Beim Wetter muss man etwas differenzieren, da wir ja 3 Bikecamp Wochen im Angebot hatten:
- in Woche 1 war das Wetter in Schulnote: 1-2
- in Woche 2 war das Wetter in Schulnote: 3-4
- in Woche 3 war das Wetter in Schulnote: 2-3
Was in meiner dritten Woche sehr auffällig war, war der starke Wind. Beim Blick auf die Wetterkarte schien das für einige Bereiche in Spanien / Portugal zu gelten.
Höhepunkt waren Windböen bis zu 110 km/h im Gebirge… Konkret an zwei Tagen mussten wir aufgrund des Windes die Touren etwas anpassen, da es v.a. im Gebirge einfach zu krass war.
Hier drauf hatte ich ja auch in meiner Fotostory hingewiesen…
Sensationelle Straßenqualität
Die Straßenqualität ist wirklich sensationell! Gibt eigentlich keine Straße, an die ich mich irgendwie negativ erinnere!! Ein kleiner Vergleich an der Stelle mit Mallorca:
Auf Mallorca sind die Straßen auf den meisten “größeren” Straßen auch richtig gut – Vorsicht ist jedoch bei den kleineren Camis und der Abfahrt vom Coll d’Honor nach Orient geboten…
Sonst auf Mallorca mittlerweile auch echt stark – v.a. die neu asphaltierte Straße zum Cap Formentor ein echtes Gedicht!!

Trainingseffekt: Wie hat mein Körper reagiert?
Ist natürlich schwierig, den Trainingseffekt genau zu “quantifizieren”, aber bei diesem Camp habe ich die Reize gefühlt sehr gut vertragen…
- nachts konnte ich überraschend gut schlafen
- die Beine wurden natürlich irgendwann recht schwer
- trotzdem konnte ich gewisse Trainingszonen immer wieder aufrufen
- nach den Touren ist natürlich ein komplett anderes GAME als zu Hause (mit dem Alltagsstress) – Fahrrad in die Box abgestellt, ab zu unserem sensationellen (!!) Recovery Büffet und dann die Beine hochgelegt und ein bisschen Schach auf dem Handy gezockt :-)
Ernährung & Recovery im Camp
Die Ernährung ist bei einem Trainingslager natürlich absolut entscheidend! Führst du die Kohlenhydrate vorab nicht ausreichend zu oder versorgst dich nach den Touren nicht genügend, dann geht dir schneller als dir lieb ist der Dampf aus…
Das Essen im AR Diamante
Das Essen im AR Diamante Beach Hotel würde ich schon als sehr, sehr gut bezeichnen! Klar, es ist Hotelessen und nach gefühlt 4-5 Tagen wiederholt es sich dann irgendwann…
Und es ist einfach ein Unterschied, ob du für 4 Personen kochst oder für 100…
Es war aber alles da, was wir brauchten und wurde frisch gekocht/gebraten… Kohlenhydrat- und proteinreich, viel Gemüse und natürlich auch paar lecker Desserts…
Was willst du mehr?
Paar Desserts zu viel
Apropos Dessert – ja, da habe ich mich tatsächlich etwas “gehen” lassen, bei einigen Camps früher hatte ich mich etwas mehr im Griff, hier im Calpe Camp wurde dann schon mal beim Dessert richtig reingeballert…
Ich fahre schließlich in diesem Jahr keinen Ötzi oder Ähnliches – würde ich das machen, würde ich schon noch etwas mehr Disziplin an den Tag legen…
Aktuell wiege ich wieder eine “hohe 85” – zum Mallorca Camp wäre mein Ziel wieder auf die 81-82 zu kommen…
Einfach, um mehr Spaß am Berg zu haben :-)

Peak Performances
Abgeschossen habe ich mich im Camp jetzt nicht, aber sicherlich gab es das ein oder andere Gehirsche in der Gruppe, was ja auch irgendwie dazugehört….
Zwar bin ich an den längeren Anstiegen meist im LT1 Bereich gefahren, bei ein paar wenigen Fahrten wollte ich mal meine eigenen Strava Segmente verbessern:
- Auffahrt nach Tarbena – 308w auf 27:07 min (neuer PB)
- die letzten knapp 7 min. nochmal auf 362w erhöht (geht immer um alles!)
- schnellere Auffahrt von Vall d’Ebo zum Coll d’Ebo (neuer PB)
- letzten KM richtig geil mit Florian hochgezogen (Lenker an Lenker)
- 375w für 2:43 min.
Fazit zum Calpe Bikecamp
Ich bin wieder komplett süchtig!
So kann man das Camp tatsächlich für mich abkürzen. Wer SpeedVille folgt und meine Geschichten rund ums Training etc kennt, weiß, dass ich nur schwarz oder weiß kann….
Entweder Vollgas oder Rumgeeiere…
Es hat mich jetzt natürlich schon arg wieder in seinen Bann gezogen und ich bin echt angefixt, in möglichst guter Form auf Mallorca am Start zu stehen…
Ich selbst bin vom 14.3. bis zum Schluss am 4.4. als Guide und Papa Schlumpf vor Ort – wenn du Bock hast mit mir und einem Haufen Gleichgesinnter über die Insel zu cruisen, dann reserviere gerne deinen Platz (alle Infos in der Ausschreibung!)
Was die Zeit in Calpe zudem noch sehr angenehm gemacht hat, war die wirklich sehr nette und lustige Gruppe… Oft saß man noch abends beim Bierchen an der Bar zusammen und hielt noch das ein oder andere Schwätzchen…
Mit dem gleichen Hobby (Radsport) gehen einem die Themen schließlich nur schwer aus :-)







